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Elektrotechnik und Informationstechnik prägen unseren gesamten Alltag

Interview mit Professor Ludger Klinkenbusch

Mehr als 60 Studiengänge hat derzeit die Universität Kiel im Angebot. Doch welches Fach ist für wen das richtige?Antworten zum Fach Elektrotechnik und Informationstechnik gibt Studienfachberater Professor Ludger Klinkenbusch im Gespräch mit Martin Geist.

Welche Inhalte stehen genau hinter Elektro- und Informationstechnik?

Alles dreht sich darum, die physikalisch-mathematischen Gesetz­mäßigkeiten von elektro- und informationstechnischen Vorgängen zu erlernen, weiterzuentwickeln und anzuwenden. Wir arbeiten dabei zwar grundlagenorientiert, haben andererseits aber stets die Praxis im Blick. Eben ganz nach dem Motto, das Goethe in "Wil­helm Meisters Wanderjahren" beschrieben hat: "Es ist nicht genug zu wissen, man muss auch anwenden." Das umso mehr, als unser gesamter Alltag nur so wimmelt vor Elektro- und Informations­tech­nik. Vom Handy bis zum kompletten Stromnetz, vom Licht bis zum Gesundheitswesen, nichts würde ohne diese Technik funktionieren.

Welche Berufe stehen Elektro- und Informationstechnikern offen?

Da gibt es eine große Breite. Etwa 50 Prozent unserer Absolventen gehen in die Industrie, in Klein- und Mittelbetriebe genauso wie in Großunternehmen. Forschung und Entwicklung, aber auch Projekt­management und Vertrieb sind beliebte Einsatzgebiete. Ungefähr ein weiteres Drittel der Absolventen widmet sich der Forschung in Universitäten oder Instituten. Wir an der Uni Kiel haben sehr viele Projekte, die über Drittmittel aus der Industrie oder von öffentlichen Geldgebern wie der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanziert werden und sind auf entsprechend viele Nachwuchswissenschaftler angewiesen. Die übrigen Absolventen verteilen sich auf Behörden und andere Arbeitgeber.

Gibt es typische Missverständnisse, denen Studienanfänger in Elektro- und Informationstechnik aufsitzen?

Teilweise verkennen Anfänger, dass man in diesem Studium wirklich gleich vom ersten Tag an am Ball bleiben muss und selbstständiges Arbeiten eine große Bedeutung hat. Vorkenntnisse etwa in Form von Mathe- oder Physik-Leistungskursen sind zwar nützlich, mindestens genauso wichtig ist aber der Wille und, wie überall: Spaß an der Sache. Das bedauerlichste Missverständnis lautet, dass dieses Studium nur etwas für Männer sei. Der Frauenanteil unter den Anfängern ist zwar leicht steigend, mit um die zehn Prozent aber immer noch viel zu gering. Dabei zeigen die Frauen, die sich erst einmal für Elektro- und Informationstechnik entschieden haben, im Durchschnitt bessere Leistungen als ihre männlichen Kommilitonen.

Wie sind Sie selber zur Elektro- und Informationstechnik gekommen?

Ich war schon immer technisch interessiert und habe als Kind gern gebastelt. Bereits als Jugendlicher wusste ich, dass ich Ingenieur werden wollte. Was man nicht sieht, aber so viel bewirken kann wie der elektrische Strom, hat mich dann besonders fasziniert.

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