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Pädagogik bietet Räume zum Entfalten und Gestalten

Interview mit Professor Uwe Sielert

Mehr als 60 Studiengänge hat derzeit die Universität Kiel im Angebot. Doch welches Fach ist für wen das richtige?Antworten zum Fach Pädagogik gibt Professor Uwe Sielert im Gespräch mit Martin Geist.

Welche Inhalte stehen genau hinter der Pädagogik?

Pädagogik setzt sich mit der Theorie und Praxis von Bildung und Erziehung auseinander. Weil es sich bei dem Studiengang um einen Zwei-Fach-Bachelor handelt, müssen die Studierenden eine weitere Disziplin dazunehmen. Meistens ist das die Sozio­logie, oft kommt es außerdem zu Kombinationen mit Sportwis­senschaft, Islamwissenschaft, aber durchaus auch mit Spra­chen oder Betriebswirtschaftslehre. Im ersten Jahr behandeln wir Grundlagen wie Erziehung und Erziehungswissenschaft, empi­risch-methodisches Arbeiten und pädagogische Soziologie. Das zweite Jahr ist allen Schwerpunkten gewidmet, die wir in Kiel bieten. Das sind Medienpädagogik und Bildungsinformatik, All­gemeine Pädagogik, Wirtschafts- und Berufspädagogik und der Block Bildungsmanagement und soziale Arbeit. Im dritten Jahr schließlich spezialisieren sich die Studierenden auf einen dieser Schwerpunkte.

Welche Berufe stehen Nachwuchskräften in der Pädagogik offen?

Sehr viele Tätigkeiten im gesamten außerschulischen Bereich und der Schulsozialarbeit. So etwa eine Position in der Kinder- und Jugendarbeit, der Erziehungshilfe, sozialen Arbeit mit Erwachsenen oder alten Menschen, in einem Unternehmen, der Arbeitsagentur oder auch als Netzwerkkoordinator vieler dieser Akteure in einer Bildungslandschaft. Generell ist die Arbeitsmarktlage gut, weniger gut ist aber oft die Bezahlung. Trotzdem weisen Pädagogen eine auffallend hohe Berufszufriedenheit auf. Das liegt wohl daran, dass die Arbeit mit Menschen als sinnhaft empfunden wird und es viele Tätigkeiten gibt, in denen man sich entfalten und etwas gestalten kann.

Gibt es typische Missverständnisse, denen Studienanfängerinnen und -anfänger in der Pädagogik aufsitzen?

Die meisten Neulinge kommen mit der Motivation, zu helfen und mit Menschen zu arbeiten. Das ist begrüßenswert, darf aber nicht zu missionarischem Eifer führen. Pädagogik ist nicht dazu da und auch nicht in der Lage, die Menschen zu ändern und sie glücklich zu machen. Das schaffen nur die Menschen selber. Die Pädagogik kann dazu nur Möglichkeitsräume bereitstellen.

Wie sind Sie selber zur Pädagogik gekommen?

Auf eine Art und Weise, wie es heute noch viele Studierende tun: über die ehrenamtliche Arbeit. Bei mir begann das mit zwölf Jahren in der kirchlichen Jugendarbeit und setzte sich im selbstverwalteten Jugendhaus und schließlich im Stadtjugendring fort. Pädagogik studierte ich dann deshalb, weil mir irgendwann aufgefallen war, wie wenig dieser ganze Bereich theoretisch durchdacht war.

Mehr über das Studium der Pädagogik unter:




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