CAU - Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Wirtschaftsinformatik hilft, unser Leben leichter zu machen

Interview mit Professor Andreas Speck

Mehr als 60 Studiengänge hat derzeit die Universität Kiel im Angebot. Doch welches Fach ist für wen das richtige?Antworten zum Fach Wirtschaftsinformatik gibt Professor Andreas Speck, Direktor im Institut für Informatik, im Gespräch mit Martin Geist.

Welche Inhalte stehen genau hinter der Wirtschaftsinformatik?

Wirtschaftsinformatik ist eine Bindestrich-Informatik, das heißt sie hat einen klaren Bezug zur wirtschaftlichen Anwendungen. Dieses können Onlinevertriebssysteme, Produktionsplanungs- und Steuerungssysteme, Reisebuchungssysteme und vieles mehr sein. Eigentlich sehr viele Systeme, die wir tagtäglich nutzen und die uns das Leben erleichtern. In der Wirt­schafts­informatik werden der Entwurf und die Entwicklung dieser Sys­teme sowie deren Vernetzung und effizienter Betrieb betrachtet.

Welche Berufe stehen Wirtschaftsinformatikerinnen und -informatikern offen?

Ihnen steht ein weites Feld offen. Viele sind in der Planung, dem Entwurf und der Entwicklung kommerzieller Software-Systeme aktiv. Dabei stehen ihnen Karrieren sowohl in kleineren aber auch großen internationalen Firmen offen. Sie können diese Informationssysteme für ein breites Spektrum von Branchen entwickeln und betreiben. Das reicht von der Automobilindustrie über Banken und Handel, zur Reisebranche bis hin zur Schifffahrt und Werften oder Verwaltungssys­teme für Zahnärzte. In jedem Betrieb sind Wirtschaftsinformatiker außerdem hervorragend geeignet, die IT-Infrastruktur zu betreuen. Daneben gibt es die Möglichkeit, bei der Entwicklung von Werkzeugen zum Software-Bau mitzuarbeiten. Und natürlich kann man auch in der Forschung arbeiten. Grundsätzlich ist die Arbeitsmarktlage sehr gut. Der Bedarf an Wirtschaftsinformatikern ist deutlich größer als das Angebot. Und das wird wohl auch noch sehr lange so bleiben.

Gibt es typische Missverständnisse, denen Studienanfänger in der Wirtschaftsinformatik aufsitzen?

Manchmal glauben Leute, dass man in der Wirtschaftsinformatik als Einzelkämpfer alleine im Kämmerchen sitzt und allenfalls über Internet mit anderen kommuniziert. Das ist natürlich grundfalsch. Wenn ich Systeme für Menschen entwickle, dann muss ich mit den Menschen sprechen und fragen, was sie denn gerne hätten. Die Herausforderung dabei ist, herauszufinden, was benötigt wird und dieses korrekt in die Systemplanung einfließen zu lassen. Wer sich also für Wirtschaftsinformatik interessiert, sollte auch gerne mit Menschen kommunizieren.

Wie sind Sie selber zur Wirtschaftsinformatik gekommen?

Mich interessieren die Möglichkeiten, die uns Rechensysteme schaffen. Wir können Dinge tun, die ohne solche Systeme vollkommen unmöglich wären: Wir können weltweit kommunizieren und den Warenaustausch organisieren. Ganze Fabriken können mit höchster Präzision gesteuert werden. Dazu werden hochkomplexe Systeme gebaut, die trotzdem gut funktionieren.

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