Wie kommt der Bachelor 2009 an?
Die Christian-Albrechts-Universität wiederholte ihre Befragung zur Studienqualität im Sommersemester 2009.
Die Christian-Albrechts-Universität befragte die Bachelorstudierenden bereits im Sommersemester 2008 zu ihren Einschätzungen der Studienbedingungen. Auch im Sommersemester 2009 fand eine Befragung der Studierenden statt. Diese Befragung als ein Instrument der Qualitätssicherung erfolgte in deutlich erweiteter Form im Vergleich zum Vorjahr. Erweitert wurden einerseits die Inhalte des Fragebogens – so wurde beispielsweise auch gefragt, was die Studierenden konkret dazu bewegt hat, gerade an der CAU zu studieren. Als erweitert ist die Befragung aber auch zu sehen, weil sich deutlich mehr Studierende als vor einem Jahr daran beteiligt haben und ihre Meinung zum Ausdruck gebracht haben.
So wurden dieses Mal die Studierenden des zweiten und vierten Semesters befragt. Zudem war die Agrar- und Ernährungswissenschaftliche Fakultät, die bereits 2000 die Bachelor- und Masterstrukturen eingeführt hat, mit dabei. Diese Aussagen sind in der Auswertung der Umfrage mit berücksichtigt worden. Die Gesamtsumme der auswertbaren Bögen lag dieses Jahr bei 2.861 von rund 5.900 Bachelorstudierenden. Somit hat sich knapp die Hälfte aller Bachelorstudierenden an der Umfrage beteiligt, nach objektiver Einschätzung eine überaus hohe Beteiligung. Es kann davon ausgegangen werden, dass die Befragung somit ein repräsentatives Abbild der Meinung der Bachelorstudierenden im Sommersemester 2009 darstellt.
Das Präsidium hat auch eine Reihe von offenen Fragen gestellt hat, deren Auswertung noch nicht komplett abgeschlossen ist. Diese Antworten konnten daher noch nicht berücksichtigt werden. Dabei ging es z.B. um Überschneidungen konkreter Lehrveranstaltungen.
Grafik 2.1
Die Stadt Kiel und das Umland werden darüber hinaus offensichtlich als attraktiv eingeschätzt – ein Plus, das auch der CAU zugute kommt. Der "Ruf des Faches" ist eine weitere besondere Motivation für die Studenten an der CAU zu studieren. Die Frage nach Studiengebühren als Grund für die Studienortwahl wurde in dem Fragebogen nicht explizit gestellt. Die Vorabanalyse der offenen Fragen zeigt aber, dass das Merkmal "keine Studiengebühren" durchaus relevant für die Entscheidung des Studienortes ist.
Grafik 3.5
Grafik 3.6
Nach den Gründen für Probleme bei der Erfüllung der Leistungsanforderungen gefragt, ist es nach wie vor die Menge des Lernstoffs, die als besonders problematisch wahrgenommen wird. Die Studierenden gaben aber auch durchaus selbstkritisch an, sich nicht optimal auf die Prüfungen vorbereitet zu haben.
Grafik 4.1
Grafik 4.3

Grafik 5.1
Das komplexe Themenfeld "Prüfungsorganisation" weist sehr unterschiedliche Dimensionen auf, so dass Verbesserungsmaßnahmen an mehreren Stellen ansetzen müssten. Von den Studierenden besonders häufig als problematisch genannt wurden:
– der Prüfungszeitraum (Prüfungswoche),
– insgesamt zu viele Prüfungen,
– die verwaltungstechnische Abwicklung der Prüfungen,
– mangelnde Informationen über die Prüfungsmodalitäten.
Diese Punkte waren Thema eines Workshops im März 2009, und im Sommersemester 2009 wurden entsprechende Änderungen in die Prüfungsordnungen eingefügt, die sich aber erst bei der nächsten Umfrage auswirken werden.
Grafik 8.1
Für die Planungen der CAU ist es wichtig zu wissen, wie viele Befragte beabsichtigen, den Master an der CAU anzuschließen. Von denen, die den Master auf jeden Fall anschließen wollen, möchten dies rund 46% an der CAU tun, was einer Zahl von rund 1.000 Befragten entspricht. Weitere 39% derjenigen, die ihn anschließen wollen, wissen noch nicht, ob sie ihn an der CAU anschließen werden. Fasst man diejenigen, die sich für die CAU als Studienort für ihren Master entschieden haben und diejenigen, die diesbezüglich noch unentschlossen sind, zusammen, muss von einer hohen Nachfrage (rund 1.850 der Befragten) nach Masterplätzen an der CAU ausgegangen werden.
Grafik 9.1a
Die Noten "sehr gut", "gut" und "befriedigend" gaben 73 % an (Vorjahr: 67 %; ohne Agrar- und Ernährungswissenschaftliche Fakultät). So ist im Vergleich zum Vorjahr der Anteil derjenigen, die die Bewertung "gut" vergeben haben, gestiegen; derjenigen, die schlechte Noten vergaben, gesunken. Dennoch ist der Anteil der Zufriedenen sicherlich steigerbar.
Grafik 9.1b
Grafik 9.2
– Zahl und Form der abzulegenden Prüfungen,
– Prüfungsorganisation.
Darüber hinaus wurde in einer offenen Frage danach gefragt, was die CAU bei den Studienbedingungen noch besser machen kann. Eine detaillierte Analyse dieser Antworten dürfte aufschlussreich sein.
Es sind somit hauptsächlich Punkte, die mit Prüfungen und Prüfungsorganisation zu tun haben, die als problematisch wahrgenommen werden. An der Verbesserung dieser Themenbereiche arbeitet das Präsidium bereits.
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