Eine Sehbehinderung wirkt sich im Alltag vor allem als Beeinträchtigung der Lesefähigkeit oder des Orientierungsvermögens aus. Patienten klagen über das Unvermögen, Buchstaben von Tageszeitungen zu lesen oder Gesichter und Straßenschilder erkennen zu können.
Jeder Patient, der über Sehverschlechterung klagt, wird in der Allgemeinen Ambulanz der Augenklinik vorgestellt. Kommt der Untersucher nach einer eingehenden Untersuchung zu der Erkenntnis, dass das Anpassen einer vergrößernden Sehhilfe für den Betroffenen sinnvoll ist, erfolgt eine Vorstellung in der Sehbehindertenambulanz.
Zu den optisch vergrößernden Sehhilfen gehören verstärkte Lesebrillen, Hand- oder Brillenvorsetzlupen, Fernrohr-Lupenbrillen und Fernrohre. Wenn der Vergrößerungsfaktor optischer Hilfsmittel nicht mehr ausreicht, um das Lesen zu ermöglichen, kann unter bestimmten Voraussetzungen ein Bildschirmlesegerät weiterhelfen. Der Umgang mit dieser optoelektronischen Lesehilfe erfordert jedoch eine hohe Motivation und Geduld des Patienten.
Ist das Sehvermögen so stark reduziert, dass auch mit einem Bildschirmlesegerät keine Lesefähigkeit erreicht wird, kann ein Vorlesegerät eingesetzt werden.
Zusätzlich zur Anpassung der vergrößernden Sehhilfen wird der Patient über weitere Möglichkeiten zur Verbesserung der Lebensqualität informiert (Blinden- und Sehbehindertenverein, Orientierungs- und Mobilitätstraining, Blindenhörbücherei,...).
Fühlen Sie sich angesprochen?! Kommen Sie gerne in unsere Allgemeine Ambulanzsprechstunde, Mo - Fr von 7.30 bis 10.30 Uhr.
Bei gesetzlich krankenversicherten Patienten ist ein Überweisungsschein des Augenarztes notwendig. Nach einer ausführlichen Untersuchung wird dann ein Termin in der Sehbehindertenambulanz (Mo/Mi-nachmittags) vereinbart.
Telefonauskunft: Allgemeine Ambulanz: 0431/5972366 Privatsprechstunde: 0431/5972361
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