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Rückkehr des Aristoteles

Aristoteles
Teilansicht des Aristoteles im unzerstörten Zustand, um 1930
(Foto: J. Weyh)
  Hauptportal
Hauptportal des Kollegiengebäudes mit den vier Monumentalfiguren des Platon, Solon, Hippokrates und Aristoteles (v.l.n.r.), um 1930 (Postkarte)


DIE ÜBERLEBENSGROSSE KALKSTEINSKULPTUR des Aristoteles (384 bis 322 v. Chr.) beherrschte bis 1945 zusammen mit den Standbildern des Platon, Solon und Hippokrates den Treppenabsatz vor dem Hauptportal des zentralen Kollegiengebäudes der Kieler Universität im Schlossgarten. Die vier griechischen Gelehrten des Altertums, Inbegriff universeller Bildung und humanistischer Gelehrsamkeit, galten als Repräsentanten der Fakultäten.

ENTWURF UND AUSFÜHRUNG des Aristoteles lagen in Händen des Berliner Bildhauers Carl Begas (1845 bis 1916). Das 1876 eingeweihte prachtvolle Universitätshauptgebäude (Architekten: Martin Gropius und Heino Schmieden) und sein 1882 aufgestellter monumentaler Figurenschmuck waren Ausdruck der neuen preußischen Präsenz in Schleswig-Holstein.

IM ZWEITEN WELTKRIEG von Fliegerbomben zerstört, wurde die Ruine 1954 gesprengt und abgeräumt, die schwerbeschädigten Figuren vergraben. Der 2005 wiedergefundene Torso der Statue des Aristoteles verbindet in seiner fragmentarischen Gestalt besonders eindringlich die Brüche der jüngeren deutschen Geschichte mit dem seit ihrer Gründung 1665 unvermindert gültigen Motto der Christiana Albertina: Pax optima rerum – Frieden ist das höchste Gut.

 

Aufstellung im Juni 2008
Copyright: CAU, Foto: Sandra Sieraad
  Eingangsbereich
Copyright: CAU, Foto: Jurgen Haacks

DIE STEINRESTAURATOREN Paul Hofmann (l.) und Christoph Kronewirth (m.), die auch für das Berliner Pergamon-Museum tätig sind, stellten den 1,2 Tonnen schweren Torso im Eingangsbereich des Audimax auf. Professor Uwe Albrecht vom Kunsthistorischen Institut der CAU (r.) betreute den Aufbau. Nicht im Bild: der Emkendorfer Restaurator Jochen Seebach, der die Fragmente des Aristoteles zusammengesetzt hat.

Torso im Eingangsbereich

Der Torso im Eingangsbereich. (Copyright: CAU, Foto: Jurgen Haacks)



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