Neuere Untersuchungen einzelner neolithischer und kupferzeitlicher Fundstellen im südosteuropäischen Raum haben gezeigt, dass die klassischen Tellsiedlungen oftmals nicht auf den Siedlungshügel begrenzt sind, sondern von einem größeren besiedelten Umfeld und Befestigungsanlagen umgeben sind. Aussagen über die komplette Ausdehnung und Struktur einer Siedlung sind unter wirtschaftlichen oder auch demografischen Aspekten von wachsender Bedeutung, und so besteht ein großes Interesse daran zu überprüfen, inwieweit sich diese Ergebnisse für die große Menge der neolithischen Fundplätze der Region verallgemeinern lassen. Aufgrund der teilweise sehr mächtigen Stratigraphien und den daraus resultierenden häufig nur vergleichsweise kleinen Ausgrabungsflächen ist es von vorneherein klar, dass großflächige Informationen für die meisten Siedlungen anderweitig gewonnen werden müssen. Nahezu zwangsläufig bieten sich hierfür geophysikalische Prospektionen als zeit- und kosteneffektive Verfahren an. Liegt das Hauptaugenmerk dabei auf der großflächigen Untersuchung zahlreicher Flächen, so ist die Geomagnetik das Mittel der Wahl. Zum Einsatz kam ein Gradiometer vom Typ Bartington Grad-601. Die Rasterweite betrug einheitlich 0,125 x 0,5 m, die Auflösung 0,1 nT. Teilweise wurden zusätzlich mittels DGPS Höhenwerte für die Anfertigung eines DGM aufgenommen.