Poduri „Dealul Ghindaru“

 

Ausgangssituation

 

Der Fundplatz Poduri „Dealul Ghindaru“ liegt ca. 25 km westlich von Bacau und ca. 50 km südlich von Piatra-Neamţ auf einem ca. 500 m langen, 100 m breiten Sporn, der sich mehr als 20 m über die umgebende Landschaft erhebt (Abb. 17/18). Es ist der einzige tatsächliche Tell, der im Rahmen des Projektes untersucht wurde. Seit 1979 werden auf diesem Tell Grabungen durchgeführt, bislang wurden ca. 2500 m² untersucht. Die 4 m mächtige Stratigraphie reicht von Präcucuteni bis ins späte Cucuteni B, dem Ende der lokalen Kupferzeit (Monah et.al. 2003). Die ca. 5 m x 8 m großen Hausbefunde werden dabei durch massive, teilweise über 15 cm dicke Plattformen aus verziegelten Lehm charakterisiert, was starke geomagnetische Anomalien erwarten ließ. Über die räumliche Ausdehnung und Ordnung der neolithischen Siedlung gab es zwar Vermutungen, allerdings noch keine gesicherten Informationen. Zusätzlich fand sich während der Ausgrabungen noch ein bis zu 4,4 m tiefer bronzezeitlicher Graben, dessen weiterer Verlauf ebenfalls geklärt werden sollte.

 

Ergebnisse

 

Insgesamt konnten 12.300 m² geomagnetisch untersucht werden. Die archäologischen Strukturen sind im Magnetogramm am besten auf der Kuppe des Tells im Osten sowie im westlichen Teil der Fläche zu erkennen. Wie zu erwarten, zeigen sich zahlreiche, meist sehr starke Anomalien, die höchstwahrscheinlich auf Hausbefunde (Abb. 21; 1-2) zurückzuführen sind und in ihrer Größe weitestgehend den Grabungsbefunden entsprechen. Insgesamt lassen sich mindestens 36 vermutete und sichere Hausgrundrisse feststellen. Die Häuser sind in konzentrischen Reihen um die Kuppe des Hügels angeordnet, die sich am Verlauf der Erdwerksgräben orientieren. Zusätzlich zu den Haus- und Grabenbefunden finden sich zahlreiche auf einzelne Gruben hindeutende Anomalien. Ein schlüssiges, z.B. auf Pfostenbauten hindeutendes Bild ergibt sich nicht, anhand der Grubendichte wird jedoch klar, dass das westliche Ende des Fundplatzes noch nicht erreicht wurde.