Ţaga „Staţia de Gas – Valea Tistaşului”

 

Ausgangssituation

 

Der Fundplatz Ţaga liegt ca. 30 km nordöstlich von Cluj, an der Straße von Gherla nach Camarasu, am Westufer des Lacul Ţaga Mare. Es handelt sich um eine Siedlung der Iclod-Gruppe. Allerdings konnte bis auf wenige Ausnahmen zumeist nur baubegleitend in kleineren, schmalen Schnitten ausgegraben werden. Dabei wurden Pfosten- und Grubenhäuser, aber auch Gräben angeschnitten, die als Umfassungsgräben der Siedlung gedeutet wurden. Bislang wurde dabei von drei Gräben ausgegangen, wobei die beiden äußeren von einer Palisade begleitet werden. Da die Verbindungen der Befunde in den einzelnen Schnitten noch teilweise unklar waren, sollte mittels Geomagnetik ein zusammenhängendes Bild erarbeitet werden.

 

Ergebnisse

 

Es wurden zwei Flächen von zusammen 21.200 m² begangen. Das Ergebnis der geomagnetischen Untersuchung übertraf angesichts der schwierigen Ausgangslage alle Erwartungen. Das Magnetogramm zeigt, dass die Siedlung nicht von drei wie bisher angenommen, sondern von fünf konzentrisch verlaufenden Gräben eingefasst wird. Desweiteren sind zwischen den Gräben zahlreiche kleinere Gruben zu erkennen, allerdings sind auch große Areale durch modernen Materialauftrag oder durch Erosion gestört, so dass sich diese Gruben nicht automatisch der neolithischen Siedlung zuweisen lassen. Es sind zwar die Grundrisse von 4 Häusern, darunter ein mutmaßlicher Pfostenbau, relativ deutlich zu sehen, diese liegen allerdings zum Teil über den Gräben und sind zudem zu groß (bis zu 15 m x 8 m), um in die neolithische Periode zu gehören.