DIE FRÜHE
BRONZEZEIT IM MITTLEREN ODERGEBIET:
DIE AUSGRABUNG IN BRUSZCZEWO, GROSSPOLEN
| Etwa 60km südlich von Poznan liegt in der Woiwodschaft Lezno der Fundplatz Bruszczewo: ein etwa zwei Hektar großer Höhenrücken mit früh- und mittelbronzezeitlichen Siedlungshinterlassenschaften grenzt sich als halbinselartige Landzunge vom torfigen Feuchtgebiet des Samica-Flusses ab. Im Gegensatz zu früheren Ausgrabungen, die ausschließlich auf dem Höhenrücken in Bereichen mit Mineralbodenerhaltung stattfanden, werden im Gemeinschaftsprojekt erstmals auch die feuchten Böden der Niederung sondiert. Insgesamt konnten drei Areale des Fundplatzes identifiziert werden: * erstens die unter Mineralbodenbedingungen erhaltenen Aunjetitzer und Lausitzer Siedlungshinterlassenschaften der halbinselartigen Kuppe, * zweitens ein breiter Graben mit einer frühbronzezeitlichen Doppelpalisade, die diese Kuppe inselartig vom "Hinterland" abtrennt, * drittens ebenfalls frühbronzezeitliche Siedlungsreste im tieferliegenden Torf des Samica-Feuchtgebietes, die -ähnlich den unteren Niveaus des Grabens- Feuchtbodenerhaltung aufweisen.
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