Institut für Ur- und Frühgeschichte Kiel

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Michael Müller-Wille (geb. 01.03.1938) studierte Ur- und Frühgeschichte, Klassische Archäologie und Geographie an den Universitäten Münster, Uppsala (skandinavische Vorgeschichte und Quartärgeologie) und Montpellier; 1964 Promotion an der Universität Münster. Es folgte von 1964–1965 die Beschäftigung als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Rheinischen Landesmuseum Bonn. Zwischen 1965–1976 war er Assistent und Dozent an der Universität Kiel, 1970 erfolgte die Habilitation. 1976 wurde er auf die Professur für Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie an der Universität Mainz berufen. 1981 nahm er den Ruf der Universität Kiel an, wo er bis zu seiner Emeritierung im Jahre 2003 die Professur für Frühgeschichte innehatte. In den Jahren 1989–1991 übernahm er das Amt des Rektors der Universität Kiel. 

Dr. h.c. der Universitäten Umeå (1989), Poznań (1995) und York (2001).

Wissenschaftliche Schwerpunkte
Siedlungsarchäologie, Archäologie des östlichen Mittel- und Osteuropa (slawische Frühgeschichte) und Nordeuropas (Wikingerzeit).

Mitgliedschaften
DFG: Fachgutachter 1980–1988 und Mitglied des Langfristausschusses 1988–1998; Römisch-Germanische Kommission Frankfurt des Deutschen Archäologischen Institutes (DAI) 1982–2002; Eurasien-Abteilung Berlin, DAI, 1991–1995; Kommission für Allgemeine und Vergleichende Archäologie Bonn, DAI, 1991–1995; Geisteswissenschaftliches Zentrum Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas (GWZO) Leipzig 1996–2000; Deutsches Schiffahrtsmuseum Bremerhaven 1998–2003; Centre of Maritime Archaeology Roskilde 1993–2003; Stiftungsrat Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen Schloss Gottorf 2001–2004; DAAD, Förderkommission Ostpartnerschaften, Bonn 1992–1996.

Mitglied: Deutsches Archäologisches Institut (seit 1982), Societé Royale des Lettres de Lund (seit 1985), Vetenskapssocieteten i Lund (seit 1985), Joachim-Jungius-Gesellschaft der Wissenschaften Hamburg (1986–2006), Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz (seit 1990), Kungl. Vitterhets Historie och Antikvitets Akademien Stockholm (seit 1997), Koninklijke Nederlandse Akademie van Wetenschappen (seit 2002).

Zusammen mit  F. Debus Leitung des Akademievorhabens „Starigard/Oldenburg-Wolin-Novgorod. Besiedlung und Siedlungen im Umland slawischer Herrschaftszentren. Die archäologische, onomastische und paläobotanische Überlieferung“ (1997–2006, DFG 1994–1996). Vorsitzender der Kommisssion für Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz 1992–2011.

Betreute Projekte

Prähistorische Bronzefunde (PBF), seit 2002 (Arbeitsstellen in Frankfurt und Münster);

Funde der älteren Bronzezeit des nordischen Kreises in Dänemark, Schleswig-Holstein und Niedersachsen, seit 2004 (Arbeitsstellen in Kopenhagen, Schleswig und Göttingen);

Siedlungen der Bronzezeit. Archäologische und paläoökologische Untersuchungen älterbronzezeitlicher Siedlungen in Norddeutschland (Arbeitsstellen in Göttingen und Schleswig), seit 2007;

Forschungskontinuität und Kontinuitätsforschung – Siedlungsarchäologische Grundlagenforschung zur Eisenzeit im Baltikum (Arbeitsstellen in Schleswig und Berlin), bewilligt 2011. 

Publikationen