Projekte
Hier finden Sie Hinweise auf aktuelle Eigenprojekte oder Projektbeteiligungen des Institutes. Dabei sind nur Projekte aufgeführt, die über eine Internetseite verfügen.
RADON-B – Radiokarbondaten online (Version 2013)
Datenbank europäischer 14C-Daten für die Bronze- und die frühe EisenzeitBasierend auf der Arbeit von Martin Hinz, Jutta Kneisel, Nina Krischke, Johannes Müller, Christoph Rinne, Marcel Rodens, Helle Vandkilde
Die Datenbank dient der schnellen Übersicht über 14C-Daten aus Europa. Der Zeitrahmen wurde auf die Bronze- und frühe Eisenzeit beschränkt und deckt den Zeitraum von 2300 bis 500 v. Chr. ab. Innerhalb der Datenbank kann nach geografischen, zeitlichen Faktoren aber auch nach Art des Probenmaterials, der Fundstellen oder der Befunde sortiert werden.
Die Autoren hoffen, mit RADON- B einen aktuellen Überblick über die absolutchronologischen Datierungen in Europa zu gewährleisten und somit einen wichtigen Beitrag zur europäischen Chronologiediskussion zu liefern.RADON-B, die Datenbank für Radiokarbondaten der europäischen Bronze- und Eisenzeit ist nun in einer Testversion online zugänglich.
Zwischen Wikinger und Hanse - Kontinuität und Wandel des zentralen Umschlagplatzes Haithabu/Schleswig im 11. Jahrhundert
Die Auswertung von vier bedeutenden Sammlungen mit Funden und Dokumenten zu beiden bedeutenden Handelsplätzen im nördlichen Europa sollen einen neuen Blick auf die Veränderungen vom Ende der Wikingerzeit hin zum friesisch dominierten Handel geben. Erwartet wird ein neuer Zugang zum Verständnis nordeuropäischer Kommunikations- und Distributionsnetze am Vorabend der Hanse.
Das Projekt wird getragen durch die VW Stiftung, Förderformat "Forschung in Museen".SPP 1400: Frühe Monumentalität und soziale Differenzierung (DFG) Zur Entstehung und Entwicklung neolithischer Großbauten und erster komplexer Gesellschaften im nördlichen Mitteleuropa.
Wie und warum entstanden die ersten Monumnete in Norddeutschland? Welche Rolle spielten wirtschaftliche Veränderungen? Welchen Einfluss hatte das Klima? Welche Gesellschaften entwickelten was für einen sozialen Raum? Welche sozialen Differenzen lassen sich feststellen? Wie und warum endeten die Trichterbecher-Gesellschaften? Diesen und andere Fragestellungen sind Thema das am Institut koordinierten Schwerpunktprogrammes, das 2009 begann. Das SPP 1400 wurde mit der Kamera begleitet und alle zwei Wochen in 3 - 4minütigen Kurzfilmen auf der DFG Science TV Projektseite vorgestellt.
Differenzierung von Landwirtschaft und Umwelt als Grundlage früher Monumentalität im Neolithikum Norddeutschlands (DFG)
Mit Hilfe archäobotanischer und pollenanalytischer Arbeiten wird das Datennetz zur Wirtschaft und Umwelt des nordmitteleuropäischen Neolithkums verdichte, um gezielt Fragestellungen nach Umweltveränderungen, Anbaumethoden, Wirtschaftsraum und Mehrprodukt beantworten zu können.Megalithbauten und Siedlungsmuster im trichterbecherzeitlichen Ostholstein (3500-2700 v. Chr.): Mittleres Travetal und Westlicher Oldenburger Graben (DFG)
Trichterbecherzeitliche Feuchtbodensiedlungen und Megalithanlagen in einer Kleinregion des Landesinneren und einer Küstenlage werden miteinander verglichen, um Hinweise auf unterschiedliche Nutzungsmuster von Umwelt, sozialem und rituellem Raum zu erhalten.Monumentale Grabenwerke, nichtmegalithische und megalithische Grabbauten des Früh- und Mittelneolithikums (DFG)
Die radial auf das Grabenwerk Büdelsdorf zulaufenden Megalithanlagen von Borgstedt im südlichen Schleswig und das Grabenwerk Dieksknöll mit benachbarten Megalithanlagen dienen dazu, Beziehung und Bedeutung sowohl von Grabenwerken als auch von Einfriedungen zu ergründen.Haldensleben-Trichterbecher-Megalithik (DFG)
An der Grenze zwischen Löss- und Moränenlandschaft bei Haldensleben (Sachsen-Anhalt) findet sich eine extreme Konzentration von Großsteinräbern räumlich separiert von Grabenanlagen. Welche Bedeutung hat dies? Wie wirkt sich die Grenze zwischen Alt- und Neusiedelland aus? Was für soziale Implikationen haben die räumlichen Strukturen?Bevölkerungsdichte, Kommunikationsstrukturen und Traditionsräume in der Trichterbecherkultur (DFG)
Zahlreiche Archive zu den Trichterbechergesellschaften sind bereits bekannt, müssen nur ausgewertet werden. Die Rekonstruktion von räumlichen Verteilungsmustern sowohl von Monumenten als auch Fundtypen stellt eine Basis für statistische Analysen dar, die in der Konsequenz zur Rekonstruktion von Bevölkerungsgrößen führen dürften.Ozean und norddeutsches Klima (DFG)
Die Nutzung von marinen Archiven ermöglicht das Identifizieren von Klimaproxies, die bei der Rekosntruktion des Wetters im neolithischen Norddeutschland eingesetzt werden können.Koordinierung des SPP 1400 (DFG)
Aufbau und Pflege der gemeinsamen Datenbbank aller Projekte und das Organisieren der Schwerpunkt-internen Kommunikation ist eine der Hauptaufgaben des Koordiantionsprojektes.Forging Identities (The European Commission´s FP7 PEOPLE PROGRAMME)
The Mobility of Culture in Bronze Age Europe (Initial training network ITN 2009-2012). The ITN Forging Identities will explore intercultural interaction in Bronze Age Europe - a golden epoch between 300 and 500 BC with new patterns od social identifications, specialised production, complex polities and wide-reaching networks across Europe.... The CAU institute is integrated with a project about Bronze Age social identity and mobility.
Inselnutzungen (DFG)
Was veranlasste die Menschen im Holozän, Inseln aufzusuchen? Wie sah die limnische Natur- und Kulturlandschaft aus? Diesen und weiteren Fragen geht ein DFG-Projekt in der Plöner Seen-Region Schleswig-Holstein nach. Weitere Informationen finden Sie im oben angebenen Link.
Siedlungshierarchie, kulturelle Räume, soziale Evolution und Territorialität vom 8. bis 4. Jh. v. Chr. in Südwestdeutschland (DFG)
Einen archäologisch analysierbaren Ausdruck finden die Zentralisierungsprozesse in einer sozialen Elitenbildung, der Siedlungshierachie und der Verteilung kultureller Ähnlichkeiten (kulturelle Metrik) im Raum. Zu weiteren Informationen siehe obigen Link.
Kultureller Wandel am Übergang von der FBZ zur MBZ im nordöstlichen Mitteleuropa (DFG)
Der Wandel von früh- zu mittelbronzezeitlichen Gesellschaften lässt sich im nordöstlichen Mitteleuropa sowohl aus archäologischen als auch ökologischen Daten rekonstruieren. Im Forschungsprojekt der DFG werden die Hinweise auf einen abrupten Abbruch um 1650 v. Chr. an unterschiedlichen Lokalitäten untersucht.
Bruszczewo: Bronzezeit in der großpolnischen Siedlungskammer von Koscian (DFG)
Im Rahmen einer langjährigen Zusammenarbeit mit der Universität Poznan werden ca. 60 km südlich von Poznan Forschungen zum Endneolithikum und zur Frühbronzezeit durchgeführt. Es handelt sich dabei um ausgedehnte Prospektionen, die Ausgrabung einer frühbronzezeitlichen Siedlung und, zukünftig geplant, einer endneolithischen Fundstelle. Über reichhaltige paläoökologische Befunde ist eine Rekonstruktion der Beziehung Mensch-Umwelt möglich.
Megalithlandschaft Altmark (DFG)
Die Ausgrabungen von zwei Großsteingräbern bei Lüdelsen und die Sondagen in einem Erdwerk und einer Siedlungsstelle bei Tangeln (Denis Demnick u. Sarah Diers) sollen neben pollenanalytischen und sedimentologischen Untersuchungen die Rekonstruktion der mittelneolithischen Siedlungs- und Grablandschaft ermöglichen. Eine Kombination aus paläoökologischen Daten, Prospektionen, Grabuntersuchungen und Siedlungs- bzw. Erdwerkssondagen soll das Verhältnis zwischen neolithischer Monumentalarchitektur, Siedlungsstrukturen und Umweltveränderungen klären.
Siedlungsarchäologie im Zentralbalkan: Forschungen zur Wirtschafts- und Sozialgeschichte spätneolithischer Bevölkerungsgruppen (5.500-4.500 v.Chr.) (DFG)
In Bosnien haben die Prospektionen und Ausgrabungen der Römisch-Germanischen Kommission (Knut Rassmann) und der Christian-Albrechts-Universität (Johannes Müller) in Zusammenarbeit mit dem Bosnisch-Herzegovinischen Landesmuseum Sarajevo (Zilka Kujundzic) begonnen. Etwa 50 km nördlich von Sarajevo wird im Kanton Visoko ein Tell ausgegraben, der im Ort Okoliste an der Bosna liegt. Der Tell hat einen Durchmesser von ca. 400 m und gehört damit zu einer der größten Anlagen auf dem Balkan. Die Strukturen sind der Butmir-Gruppe zuzuordnen, die von 5.500-4.800 v.Chr. in Zentralbosnien existierte und eine wichtige Rolle im Kommunikationssystem zwischen Zentralbalkan und Adria spielte.
Unterwasserarchäologie in Mexiko
In Zusammenarbeit mit dem Instituto National de Antropologia e Historia (National Institute of Anthropology and History, INAH) untersuchen Unterwasserarchäologen der Arbeitsgruppe für maritime und limnische Archäologie (AMLA) seit Sommer 2009 geflutete Höhlensysteme und Cenoten (Einsturzdolinen) im nördlichen Teil der mexikanischen Halbinsel Yucatan. Ziel dieser einmaligen Kooperation ist die Erfassung, Erforschung und Erhaltung von archäologischen Funden und Befunden unterschiedlicher Zeitstellung aus den weit verzweigten Höhlensystemen der Bundesstaaten Yucatan und Quintana Roo.Olsborg-Plune
Gefördert durch die Marius-Börger-Stiftung Kiel führt das Institut in Zusammenarbeit mit dem Archäologischen Landesmuseum in Schleswig seit 1994 Grabungen auf der Insel Olsborg im Plöner See durch. Die Anlage war in slawischer Zeit eine wichtige Inselburg im östlichen Holstein.Bredenbek (LA 29) (Landesamt)
Im Rahmen einer Zusammenarbeit mit dem Archäologischen Landesamt Schlesiwg-Holstein untersucht das Institut (Jutta Kneisel) einen bronzezeitlichen Grabhügel bei Bredenbek im Kr. Rendsburg-Eckernförde. Der Grabhügel zeichnet sich durch mehrere Bestattungen aus.Smoszew (CAU)
In einem gemeinsamen Projekt der wiss. Mitarbeiterin Jutta Kneisel mit der Universität Poznan und der Universität Arhus wird ein mittelbronzezeitlicher Grabhügel bei Krotozyn, Großpolen ausgegraben.Geomagnetik in Südosteuropa (DAI)
Atlas zum mitteleuropäischen Neolithikum
Im Rahmen des DAI-Clusters I führt das Institut für Ur- und Frühgeschichte in enger Kooperation mit der Eurasienabteilung des DAI (Prof. Svend Hansen) und in Zusammenarbeit mit dem Historischen Nationalmuseum Cluj (Prof. G. Lazarovic, Dr. Z. Maxim), dem Archäologisches Institut Ia?i (Dr. C. M. Lazarovici, Prof. D. Monah), dem CMJ Piatra-Neam? (Prof. G. Dumitroaia) und dem Brukenthalmuseum Sibiu (Prof. S. A. Luca) geomagnetische Prospektionen auf neolithischen und kupferzeitlichen Siedlungen in Rumänien durch. 2007 und 2008 konnten insgesamt 10 Fundorte untersucht werden, teilweise mit verblüffenden Ergebnissen (s. Link).
NoNeK - ein Aufnahmesystem für prähistorische Keramik aus dem nördlichen Mitteleuropa.
Abgeschlossene Projekte:
Zur Struktur und Genese des frühkeltischen Fürstensitzes auf dem Mt. Lassois. Das DFG Projekt im Rahmen des SPP 1171 hat am 01. April seine Arbeit begonnen. Auf der offiziellen Seite des SPP finden Sie auch Informationen zum Mt. Lassois Projekt.
Innovation und Professionalisierung des mittelalterlichen Handwerks (DFG) - das Projekt am Lehrstuhl für Osteuropäische Geschichte der Universität Greifswald (Prof. Dr. Chr. Lübke) in Kooperation mit den Universitäten Berlin und Kiel ist inzwischen beendet. Weitere Informationen finden Sie unter dem oben angegebenen Link.
Archäoprognose (Thyssen) Predictive Mapping als ein Instrument sowohl archäologischer Rekonstruktionen von Beseidlungsabläufen als auch als Mittel der Denkmalpflege stellt die Basis der diachronen Arbeiten zur prähistorischen Entwicklung Brandenburgs dar.
Oberfranken im 4. und 3. Jahrtausend v.Chr.
(Baunach und Voitmannsdorf)
Mit Hilfe von Siedlungsgrabungen an ausgewählten Fundplätzen des Spät- und Endneolithikums wird der Datenbestand insbesondere zur schnurkeramischen Besiedlung erhöht. Aufgrund der Lage Oberfrankens zwischen verschiedenen Siedlungskonzentrationen und aufgrund der Funktion als Rohstofflieferant lassen sich entscheidende Kommunikationsbezüge für das 4. und 3. vorchristliche Jahrtausend rekonstruieren.

