Institut für Ur- und Frühgeschichte Kiel

Archäobotanik

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Edeltraud Tafel | Tel. 880.2338 | Raum: 042| Zeit: Mo. - Fr. ab 7:00

Die Großrestanalyse ist ein Zweig der naturwissenschaftlichen Methoden in der Archäologie, der sich den Pflanzenfunden widmet. Dazu gehören zum einen hergestellte Dinge wie hölzerne Geräte und Gefäße, Gewebe und Geflechte aus Pflanzenfasern, zum anderen Funde von Nutzpflanzen und Wildpflanzen. Diese können verkohlt erhalten sein, zum Beispiel als verkohltes Getreide und als Holzkohle. Kohle ist formstabil und beliebig lange haltbar, wenn sie vor mechanischer Zerstörung geschützt wird. Unter besonderen Umständen bleiben auch unverkohlte Pflanzenfunde erhalten, in lebensfeindlichem Milieu, das den Abbau der pflanzlichen Substanz verhindert. Die Lebensfeindlichkeit kann dauernaß, dauerkalt oder dauertrocken sein, aber auch dauergiftig.

Das Schwergewicht der Kieler Untersuchungen zur Großrestanalyse liegt im Bereich der Forschungen zum Ackerbau und zur Ernährung bäuerlicher Siedlungen, von der Steinzeit bis zur Neuzeit. Aus siedlungsarchäologischen Untersuchungen des Instituts, oft von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert, stammt die Mehrzahl der Funde.

Im Bereich Archäobotanik steht eine umfangreiche Vergleichssammlung rezenter Früchte und Samen (ca. 14.000 Taxa) zur Verfügung. Sammelschwerpunkt ist Mitteleuropa, darüber hinaus sind auch alpine und mediterrane Arten vertreten.

Die Krollsche Literaturdatenbank archäologischer Reste von Kulturpflanzen (1981-2004) umfaßt ca. 1000 Beiträge verschiedener Autoren, entsprechend ca. 11.800 Einträgen bei Kulturpflanzen-Spezies

Schriftenverzeichnis H. Kroll (2003 bis 2008)

Hinweise zum Schlämmen

 

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Carola Floors | Tel. 880.2067 | Raum: 034 | Zeit: n.V.

Svetlana Bass | Tel. 880.3176 | Raum: 029 | Zeit: n.V.

Im palynologischen Labor des Instituts für Ur- und Frühgeschichte werden paläo-ökologische Untersuchungen an Torfen und Sedimenten durchgeführt. Fossiler Blütenstaub, der sich über Jahrtausende in Mooren, Seen und Küstengewässern abgelagert hat, erlaubt eine Rekonstruktion der Vegetations- und Klimabedingungen der letzten 15000 Jahre. Im Zentrum des Interesses stehen die Wechselwirkungen zwischen den Menschen und ihrer Umwelt von der Jungsteinzeit bis zum Mittelalter. Die Torfe und Seeablagerungen werden mit einem Bohrgerät gewonnen, im Labor chemisch aufbereitet und unter dem Mikroskop analysiert. Physikalische und chemische Messungen ergänzen das Bild zur Rekunstruktion der Umwelt. Zur Datierung der Ablagerungen wurde ein Verfahren zum Nachweis von Partikeln prähistorischer Vulkanausbrüche entwickelt.
Grössere Projekte des Palynologischen Labors sind u.a.

Kosel: Siedlungs- und Vegetationsgeschichte in Angeln und Schwansen
Tephrochronologie: Datierung mit Hilfe von Vulkanstaub aus Island
Neolithisierung: Untersuchungen zum Frühneolithikum in Schleswig-Holstein
Seen in Mecklenburg-Vorpommern: Interdisziplinäre Seeuntersuchungen
Romanisierung der Mittelgebirgsregion: Wandel der Natur- und Kulturlandschaft
Türkei: Hethiter und ihre Umwelt - Bronzezeit in Zentralanatolien
The Burren: Vegetations- und Siedlungsgeschichte einer Karstlandschaft im Westen Irlands

Die institutseigene Vergleichssammlung moderner Pollenkörner und Sporen aus Mitteleuropa und dem mediterranen Raum umfaßt ca. 3.200 Taxa.

Schriftenverzeichnis W. Dörfler (Stand 2006)