- Grundsätzliches zur Konstellation/Verlinkung der UnivIS-Datenbanken im UnivIS
Univis Helpdesk

 

Da im Zusammenhang mit den oben verwendeten Begriffen immer wieder Fragen auftauchen, möchte ich Sie an dieser Stelle mit einigen weitergehenden Erläuterungen zum zugrundeliegenden Prinzip belästigen . . .

Die durch UnivIS präsentierten Daten werden in einigen separaten Datenbanken vorgehalten. Hierbei handelt es sich u.a. um die folgenden Datenbestände:

- Lecture

Lehrveranstaltungsdaten
- Org Daten zu institutionellen Einheiten, z.B. auch "Funktionen"
- Person Personendate
- Room Raumdaten
- Title überschriften bei den Lehrveranstaltungsankündigungen

 

Im Prinzip kann jedes Semester einen eigenen Satz dieser Datenbanken besitzen. So liegen dann bspw. die Lehrveranstaltungsdaten für das SS2001 in der Lecture-Datenbank des SS2001.

Nun bietet das UnivIS aber auch die Möglichkeit, eine Datenbank eines Semesters A mit der zugehörigen Datenbank eines anderen Semesters B zu "verlinken" (erlauben Sie mir bitte die Verwendung dieses nicht im Duden stehenden Begriffs). Damit sind die entsprechenden Datenbestände der Semester A und B identisch. ändert man den Datenbestand des Semesters A,
so ändert man auch gleichzeitig den Datenbestand des Semesters B und umgekehrt. Wohlgemerkt geschieht dies auf der Ebene der verschiedenen Datenbanken. D.h. man kann für einige Datenbanken eines Semesters wie z.B. Org und Person des WS2001/2002 eine Verlinkung vornehmen, für andere (z.B. Lecture) aber einen eigenen Datenbestand führen. Ausserdem
können verschiedene Datenbanken eines Semesters mit den zugehörigen Datenbanken unterschiedlicher Semester verlinkt werden.

Man muss sich also jeweils zwischen den Alternativen "Eigenen Datenbestand führen" und "Verlinkung mit einem anderen Semester" entscheiden.

Der Vorteil eines eigenen, semesterspezifischen Datenbestands besteht darin, dass man sich nur auf einzelne Semester beziehende Daten sehr gut und auch im Voraus einpflegen kann. Bsp.: Scheidet eine Person mit Ablauf des gegenwärtigen Semesters aus, so begibt man sich als
Datenpfleger in das nächste Semester und löscht die Person einfach aus dem zukünftig gültigen Datenbestand.

Nachteilig ist aber, dass sich nicht nur auf ein einzelnes Semester beziehende Daten in allen semesterspezifischen Datenbanken einzeln gepflegt werden müssen. So wären Namens- und
Telefonnummernänderungen sowohl in der aktüllen Datenbank als auch in den Datenbanken der Zukunftssemester separat und konsistent einzubringen.

Hat man dagegen eine entsprechende Verlinkung aufgebaut, muss eine derartige Änderung nur einmal im aktüllen Semester eingepflegt werden und ist damit dann auch gleich für die Zukunfssemester präsent.

Die Erfahrung zeigt, dass nach einer Einschwingphase die meisten änderungen eine mittel- bis langfristige Gültigkeit besitzen. Daher besteht eine starke Tendenz zur Verwendung der
Verlinkung, insbes. um den Pflegeaufwand zu reduzieren. Benötigt man doch einmal einen nur kurzfristig gültigen Eintrag, so gibt es i.A. auch in einer Verlinkungskonstellation akzeptable
Lösungsansätze (entspr. Verwendung von nachgestellten Titeln in der Personenverwaltung u.ä.).

Eine gewisse Sonderrolle können die Vorlesungsüberschriften spielen. So ist es i.A. nicht unüblich, dass die Überschriftenbäume von WS und SS sehr unterschiedlich ausfallen. Vor diesem Hintergrund gab es auch bei uns bisher eine Verlinkung der überschriften eines WS mit denen des nächsten WS, und der Überschriften des SS mit denen des nächsten SS. In diesem Fall hat man es also mit zwei verschiedenen Überschriftensätzen zu tun. Diese Trennung ist u.E. aber nur dann sinnvoll, wenn sich die WS- und SS-Überschriftensätze signifikant unterscheiden. Eine Betrachtung der Überschriften des SS2001 zeigt, dass bei uns scheinbar so gut wie keine WS/SS-Spezifika
in den Überschriftenbäumen vorhanden sind. Daher haben wir uns auch hier im Interesse der Reduktion des Pflegeaufwands dazu entschieden, eine Verlinkung der Überschriften des SS2002 _und_ des WS2001/2002 mit denen des SS2001 vorzunehmen.

Ist die Vorlesungszeit eines Semesters abgelaufen, so wird die Verlinkung der Datenbestände der Zukunftssemester mit denen des gerade abgelaufenen Semesters beendet und der letzte aktülle Datenbestand des alten Semesters wird zum Startdatenbestand der nun eigenen Datenbanken des
nächstfolgenden Semesters. Die Datenbanken der danach folgenden weiteren Semester erfahren schliesslich eine Verlinkung mit dem Datenbestand des neuen Semesters.

In der Hoffnung, ein wenig Licht in die Angelegenheit gebracht zu haben . . .

Schöne Grüsse aus dem RZ der CAU!
Lars Kühnel


Erstellungsinformationen für dieses Dokument
Autoren: L. Kühnel
UnivIS-Projektgruppe der CAU
univis@univis.uni-kiel.de
Letzte Änderung: 2.3.2001