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Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Unizeit – Nachrichten aus der Universität Kiel

unizeit Nr. 27 vom 08.01.2005, Seite 7  voriger  Übersicht  weiter  REIHEN  SUCHE   Druckfassung

Prof. Volker Abetz

Emulgatoren in der Kunststoffindustrie


Prof. Volker Abetz Foto: A. Schön © Uni Kiel

Polyetylen (PE) oder Polypropylen (PP) – diese Polymere halten wir in Form von Plastiktüten oder Kunststoffverpackungen fast jeden Tag in Händen. Chemisch gesehen, handelt es sich dabei um lange »Ketten« (Polymere) von miteinander verbundenen gleichen Molekülen (Monomere). Professor Volker Abetz beschäftigt sich mit einer speziellen Form von Polymeren, den so genannten Blockcopolymeren.

»Das sind Polymere, die aus verschiedenen Polymeren aufgebaut sind«, erklärt der Chemiker. So als würde man eine blaue und eine rote Schnur zusammen zu einer langen Schnur verbinden. Diese Blockcopolymere haben besondere Eigenschaften. Sie wirken quasi wie ein Emulgator, der hilft, Stoffe zu vermischen, die sich von alleine nicht vermischen würden. Abetz: »In der Kunst­stoffindustrie hat man einige Kunststoffe, die man gerne miteinander kombiniert einsetzen würde, um bestimmte Eigenschaften zu bekommen. Und genau das funktioniert im Regelfall nicht. Um es doch einigermaßen mischbar zu machen, verwendet man Blockcopolymere als Phasen­vermittler.« Der Werkstoffforscher untersucht das Phasenverhalten der Blockcopolymere sowie die Strukturen und Eigenschaften von Kunststoffmischungen. (ne)
Volker Abetz, 43 Jahre. Professor für polymerbasierte Multikomponenten-Werkstoffe an der CAU und Direktor des Instituts für Chemie am GKSS-Forschungszentrum Geesthacht seit Juli 2004. Geboren in Freiburg i. Br. Chemie-Studium und Promotion (1990) an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Stipendiat an der Stanford-University, USA, Department of Chemical Engineering. 1990-1993 Max-Planck-Institut für Polymerforschung, Mainz. Stipendiat am Institut Charles Sadron an der Université Louis Pasteur, Strasbourg, Frankreich. 1994-1997 Johannes Gutenberg- Universität Mainz, Institut für Organische Chemie, anschließend Universität Bayreuth, Lehrstuhl für Makromolekulare Chemie II, dort 2000 Habilitation. Sommersemester 2004 Professor für Polymerchemie an der Universität Potsdam.
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