Prof. Volker Abetz
Emulgatoren in der Kunststoffindustrie

Prof. Volker Abetz Foto: A. Schön © Uni Kiel
»Das sind Polymere, die aus verschiedenen Polymeren aufgebaut sind«, erklärt der Chemiker. So als würde man eine blaue und eine rote Schnur zusammen zu einer langen Schnur verbinden. Diese Blockcopolymere haben besondere Eigenschaften. Sie wirken quasi wie ein Emulgator, der hilft, Stoffe zu vermischen, die sich von alleine nicht vermischen würden. Abetz: »In der Kunststoffindustrie hat man einige Kunststoffe, die man gerne miteinander kombiniert einsetzen würde, um bestimmte Eigenschaften zu bekommen. Und genau das funktioniert im Regelfall nicht. Um es doch einigermaßen mischbar zu machen, verwendet man Blockcopolymere als Phasenvermittler.« Der Werkstoffforscher untersucht das Phasenverhalten der Blockcopolymere sowie die Strukturen und Eigenschaften von Kunststoffmischungen. (ne)
Volker Abetz, 43 Jahre. Professor für polymerbasierte Multikomponenten-Werkstoffe an der CAU und Direktor des Instituts für Chemie am GKSS-Forschungszentrum Geesthacht seit Juli 2004. Geboren in Freiburg i. Br. Chemie-Studium und Promotion (1990) an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Stipendiat an der Stanford-University, USA, Department of Chemical Engineering. 1990-1993 Max-Planck-Institut für Polymerforschung, Mainz. Stipendiat am Institut Charles Sadron an der Université Louis Pasteur, Strasbourg, Frankreich. 1994-1997 Johannes Gutenberg- Universität Mainz, Institut für Organische Chemie, anschließend Universität Bayreuth, Lehrstuhl für Makromolekulare Chemie II, dort 2000 Habilitation. Sommersemester 2004 Professor für Polymerchemie an der Universität Potsdam.
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