Editorial
Liebe Leserin, lieber Leser,eine große Universität tut gut daran, nicht nur hervorragend ausgebildete Absolventen zu entlassen, sondern diese auch bei der Jobsuche und Existenzgründung zu unterstützen. Dieses versucht die Christian-Albrechts-Universität seit einigen Jahren mit Erfolg. Mit Weiterbildungsprogrammen, Kontaktmessen und Veranstaltungen, die auf den Karriereeinstieg abzielen, wird der Teil der Akademiker bedacht, der Chancen hat, den Weg in ein Unternehmen zu finden. Darüber hinaus gibt es viele, die aus ganz verschiedenen Gründen in die Selbstständigkeit streben. Wie sie an ihrer Hochschule beraten und gefördert werden, ist eines der universitären Leistungsmerkmale. Bei einem bundesweiten Ranking zu diesem Bereich schnitt die Kieler Universität mit »gut« bis »sehr gut« ab.
Durch eine zunehmend enge Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft lassen sich Voraussetzungen schaffen, um Existenzgründungen, teilweise auch aus einer Beschäftigung an der Universität heraus, zu erleichtern. Einrichtungen wie das KITZ und der Wissenschaftspark, an denen die CAU beteiligt ist, sowie das »Existenzgründungsnetzwerk« in Schleswig-Holstein und die Initiative KOGGE-K.E.R.N. tragen das Ihre zum Erfolg von Start-Ups bei. Wir berichten in dieser Ausgabe (Seiten 4 und 5). Die unternehmerische Landschaft, die auf diesem Weg um die Universität herum entsteht, trägt mit ihren Verflechtungen wesentlich zur Attraktivität des Wirtschaftsstandortes bei. Zu hoffen ist, dass sich bereits bestehende Synergien zwischen der Landeshauptstadt, der Wirtschaft und den Hochschulen weiter ausbauen lassen. Beachtliche Ergebnisse kann beispielsweise die Patentverwertungsagentur vorweisen, die seit ihrer Gründung im Jahr 2002 bereits weit über 200 Erfindungen in den Hochschulen ermittelt hat. An die 100 Patente und Patent- und Gebrauchsmusteranmeldungen gingen daraus hervor. Die Agentur ist ein wichtiges Instrument, innovative Technologie aus der Hochschule in die Wirtschaft zu vermitteln. Das Land hat es in der Hand, durch eine Ko-Finanzierung von Bundes- und Hochschulmitteln das derzeit drohende Aus der Agentur abzuwenden. Sollte dies nicht gelingen, würde der Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Schleswig-Holstein Schaden nehmen.
Professor Jörn Eckert
Rektor
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