Suchen Sitemap Kontakt Impressum

Studierende | Studieninteressierte | Presse | Fördern
Schülerinnen, Schüler, Lehrkräfte | Alumni | Wirtschaft | Intranet

Zur Startseite

Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Unizeit – Nachrichten aus der Universität Kiel

unizeit Nr. 28 vom 05.02.2005, Seite 4  voriger  Übersicht  weiter  REIHEN  SUCHE   Druckfassung

Von der Uni in die eigene Firma

Das Gründungspotenzial an Hochschulen ist bisher nur unzureichend ausgeschöpft. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des Kieler Lehrstuhls für Wissen­schaftsgeographie.


Professor Javier Revilla Diez und Björn Mildahn haben durch Befragungen von Professoren und wissenschaftlichen Mitarbeitern aus den technisch orientierten Fachbereichen und Fakultäten Unternehmen ermittelt, die von Hochschulabsolventen der Region Kiel, Eckernförde, Rendsburg, Neumünster gegründet wurden. Insgesamt 90 Unternehmen haben die Kieler Wirtschaftsgeographen identifiziert. Diese Unternehmen beschäftigen rund 500 Mitarbeiter und erwirtschaften einen Umsatz von insgesamt 94 Milli-onen Euro. Sie sind in zukunftsweisenden Branchen wie der Meeres- und Umwelttechnik, der Informationstechnologie und Biotechnologie tätig. Revilla Diez: »Sie leisten einen wichtigen Beitrag für den sektoralen Strukturwandel in der Region Kiel und im Land Schleswig-Holstein.«

Mit dieser Studie erfolgt erstmals die Zusammenstellung einer Liste von Existenzgründern aus den Hochschulen der K.E.R.N.-Region. Darauf aufbauend soll eine Gründerdatenbank entstehen. Die Datenbank könnte dazu dienen, ein Netzwerk sowohl zwischen den Gründern als auch zwischen den Hochschulen und den Existenzgründern zu initiieren.

»Die Zahl der ermittelten Gründungen belegt«, so Revilla Diez weiter, »dass an den Kieler Hochschulen ein beträchtliches Potenzial an technologieorientierten Unternehmensgründungen vorhanden ist.« Die Befragung habe aber auch ergeben, dass noch Handlungsbedarf an den Kieler Hochschulen besteht, um ein »gründungsfreundliches Klima« zu schaffen. Als gewünschte Angebote zur Erleichterung des Gründungsprozesses gaben fast 35 Prozent der Existenzgründer Ergänzungsveranstaltungen an, in denen Betriebswirtschafts- und Jurakenntnisse vermittelt worden wären. Über zehn Prozent hätten sich gerade in der Startphase gewünscht, Arbeitsräume und Geräte der Hochschule nutzen zu können. Aus den Ergebnissen der Befragung haben die Wirtschaftsgeographen Handlungsempfehlungen für die Gründungsförderung an Hochschulen entwickelt. (ne)

diez@geographie.uni-kiel.de
Zum Seitenanfang  voriger  Übersicht  weiter  REIHEN  SUCHE   Druckfassung



Zuständig für die Pflege dieser Seite: Pressestelle der Universität, presse@uv.uni-kiel.de