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unizeit Nr. 28 vom 05.02.2005, Seite 4  voriger  Übersicht  weiter  REIHEN  SUCHE   Druckfassung

Starthilfe

Studierende und Hochschulabsolventen mit Gründungsabsichten finden an der CAU verschiedene Hilfsangebote. Dr. Heino Steentoft vom Referat für Forschungsangelegenheiten und Technologie­transfer gibt einen Überblick.

Die Universität Kiel nimmt im Bereich der Gründungsförderung im bundesdeutschen Durchschnitt einen der vorderen Ränge ein. Das hat die Studie »Vom Studenten zum Unternehmer: Welche Universität bietet die besten Chancen?« ergeben.

Die Wirtschaftsgeographen Professor Jürgen Schmude und Stefan Uebelacker von der Universität Regensburg untersuchten im Jahr 2003 bundesweit 75 Universitäten hinsichtlich ihrer Gründungskompetenz und ihres Gründungsengagements. Grundlagen der Bewertung waren objektiv erhobene Rahmenbedingungen (wie Anzahl und Spektrum der Vorlesungen zu juristischen und betriebswirtschaftlichen Fragestellungen, Anzahl der Lehrstühle mit Angeboten für potenzielle Existenzgründer), Kennzahlen und Daten der einzelnen Universitäten sowie Experteneinschätzungen. Die CAU kam auf Rang 16 von 75: Die Autoren bewerteten die Angebote und Leistungen mit gut bis sehr gut. Die Kieler Uni liegt fast gleich auf mit Bremen aber vor der Technischen Universität München, vor den Berliner Universitäten und weit vor den Hamburger Universitäten.

Ausgründungen aus der CAU erhalten neben vielen anderen Angeboten zum Beispiel eine kostenlose Erstberatung durch einen Unternehmensberater sowie Starthilfe durch das Angebot, Infrastruktur der Universität zu nutzen und sich gemeinsam auf Messen und Veranstaltungen zu präsentieren. Darüber hinaus ist mit Hilfe der Technologiestiftung Schleswig-Holstein ein Stiftungslehrstuhl »Innovations- und Gründungsmanagement« eingerichtet worden, der das Vorlesungsangebot mit gründungsrelevanten Themen erheblich erweitert hat. Ein weiterer Lehrstuhl aus dem Bereich Wirtschaftsgeographie beschäftigt sich ebenfalls wissenschaftlich mit dem Thema.

Das gute Abschneiden der Kieler Uni im bundesweiten Vergleich der Gründungsförderung ist auch auf das Engagement im Rahmen des EXIST-Transfer-Projekts KOGGE* zurückzuführen. Seit Oktober 2002 betreibt die CAU das KOGGE-Koordinierungsbüro in der K.E.R.N.-Region. Das Projekt läuft bis Juni 2005 und wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert. Gründungsaktivitäten an allen Kieler Hochschulen und Forschungseinrichtungen, bei Bedarf auch von der Fachhochschule Westküste und Flensburg, werden hier betreut und begleitet. KOGGE ist eine erste Anlaufstelle mit einem Betreuungsangebot, das auf die speziellen Bedürfnisse Studierender und Hochschulangehöriger zugeschnitten ist. Bis Ende 2004 ist es gelungen, 56 Gründungsvorhaben zu begleiten. Innerhalb dieser Zeit mündeten 19 Vorhaben in Neugründungen.

Zu den Aufgaben von KOGGE gehört zum Beispiel, die Studierenden und Absolventen für das Gründungsthema auf Firmenkontaktmessen und anderen Veranstaltungen zu sensibilisieren. Das Büro bietet verschiedene Weiterbildungsmaßnahmen an, beispiels- weise zu rechtlichen Fragen oder im Bereich Persönlichkeitsbildung. Auch intensive Beratungen sowie die Vermittlung der Existenzgründer zum regionalen Netzwerk (IHK, Investitionsbank, Frauen-Netzwerk und andere Einrichtungen) gehören zum Angebotskatalog des Koordinierungsbüros.
www.uni-kiel.de/kogge
Schmude, J. / Uebelacker, S. Ranking 2003. Vom Studenten zum Unternehmer: Welche Universität bietet die besten Chancen? Regensburg 2003.

*KOGGE SH steht für Kooperationsverbund "Ganymedes der GründerInnen" im Existenz­gründerland Schleswig-Holstein. (Ganymedes, der Schönste der Sterblichen, wurde von Zeus auf den Olymp entführt, damit er dort Mundschenk der Götter sei. Als Ersatz für den in den Olymp entführten Ganymedes schenkte Zeus dem Vater von Ganymedes göttliche Rosse.)
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