Auf Haseloffs Spuren
Italiens Kulturschatz auf historischen Fotografien

1905 begann er als wissenschaftlicher Sekretär an der Kunstgeschichtlichen Abteilung des Königlich Preußischen Historischen Instituts in Rom diese Forschungsmission gemeinsam mit seinem Kollegen Wackernagel. Fast 5000 fotografische Originalaufnahmen italienischer Kunstdenkmäler und Landschaften entstanden, vornehmlich zwischen 1905 und 1910. Diese auf Glasplatten und Nitrozellulose zum großen Teil von Martin Wackernagel erstellten Bilddokumente sind bis zum 14. Juli in der Ausstellung ›Artur Haseloff und Martin Wackernagel – mit Maultier und Kamera durch Unteritalien. Forschungen zur Kunst im Südreich der Hohenstaufen‹ zu sehen.
»Sämtliche Aufnahmen entstanden, bevor Autos und die Elektrifizierung die Stadtbilder und Landschaften nachhaltig veränderte, Erdbeben und Kriegsereignisse mit ihren verheerenden Folgen die historischen Stätten tiefgreifend neu modellierten«, betont Professor Uwe Albrecht vom Kunsthistorischen Institut. »Indem die Fotografien neben der materiellen Kultur immer wieder auch Land und Leute portraitieren, erschließt sich aus ihnen ein einmaliges Zeugnis des Mezzogiorno (das heißt Süditaliens und Siziliens) am Vorabend der modernen Zivilisation.«
Ausstellung »Mit Maultier und Kamera durch Unteritalien – Kunsthistorische Reisen vor hundert Jahren« vom 25. Mai bis 14. Juli in der Universitätsbibliothek, Leibnizstraße 9. Lesung zur Ausstellung am 9. Juli, 20 Uhr in der Kunsthalle. Veranstalter: Kunsthistorisches Institut, Arthur Haseloff-Gesellschaft und Società Dante Alighieri.
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