Prof. Harald Schöcklmann
Entzündung im Nierengewebe

Harald Schöcklmann. Foto: privat
»Diese Erkrankungen haben häufig einen chronischen Verlauf mit zunehmendem Verlust der Nierenfunktion bis hin zur Dialysepflichtigkeit.« Jeder vierte bis fünfte Dialysepatient in Deutschland hat eine solche Krankheitsgeschichte. Auslöser einer Entzündung des Nierengewebes kann zum Beispiel eine rheumatische Erkrankung sein. Häufig kennt man aber die Ursache nicht. Daher konzentriert sich Schöcklmann in seiner Forschung auf die Mechanismen, die der Entzündung in der Niere zugrunde liegen. »Denn das Nierengewebe reagiert immer gleich, unabhängig von der Ursache der Entzündung, die dahinter steckt.«
Dadurch, so hofft er, »lassen sich vielleicht Maßnahmen entwickeln, mit denen man die Reaktion der Nierenzellen gezielt beeinflussen und die Funktion der Zellen erhalten kann.« In Kiel plant er seine Arbeitsgruppe weiter aufzubauen mit dem Ziel, neue Therapieansätze für betroffene Patienten zu finden.
Harald Schöcklmann, 42 Jahre. Seit Dezember 2004 Professor für Immunologische Erkrankungen der Niere. Geboren in Berching in der Oberpfalz. Studium der Humanmedizin und Promotion (1989) an der Universität Erlangen-Nürnberg. Zweijähriger Forschungsaufenthalt als Stipendiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft an der Vanderbilt University, Nashville, USA. 1999 Ernennung zum Facharzt für Innere Medizin. 2000 Habilitation im Fach Innere Medizin an der Universität Erlangen-Nürnberg. Oberarzt an der IV. Medizinischen Klinik der Universität Erlangen-Nürnberg. Seit 2002 leitender Oberarzt und stellvertretender Direktor an der Kieler Universitätsklinik für Nieren- und Hochdruckkrankheiten.
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