Prof. Johannes Müller
Unterschiede in der Jungsteinzeit

Johannes Müller. Foto: privat
Dabei versucht er, von räumlichen Strukturen, die er in Ausgrabungen vorfindet, Rückschlüsse auf die wirtschaftlichen Verhältnisse der dort ehemals lebenden Gemeinschaften zu ziehen. Auf soziale Unterschiede könnten zum Beispiel extreme Größenunterschiede zwischen den Häusern einer Siedlung hinweisen. Aktuell arbeitet Müller an zwei Ausgrabungsstätten, eine in Polen, südlich von Posen, aus dem Jahr 2000 vor Christus, eine in Bosnien, nördlich von Sarajewo, aus dem 48. vorchristlichen Jahrhundert.
Außerdem plant der Archäologe Archäologische Informationssysteme (Archoinformatik) in Kiel einzuführen, die mit Geographischen Informationssystemen vergleichbar sind. »Denn die computerunterstützte Verknüpfung räumlicher und zeitlicher Strukturen hilft entscheidend, historische Prozesse rekonstruieren zu können«, so Müller. »Das gibt es in dieser Form in Deutschland noch an keiner anderen Universität.«
Johannes Müller, 44 Jahre. Seit Dezember 2004 Professor für Ur- und Frühgeschichte an der CAU. Geboren in Wolfhagen bei Kassel. Studium der Ur- und Frühgeschichte an den Universitäten Freiburg i. Br. und Edinburgh, Schottland. Ausgrabungen im ehemaligen Jugoslawien und Italien. 1990 Promotion an der Universität Freiburg. Assistent am Prähistorischen Seminar der FU Berlin. 1998 Habilitation an der FU Berlin. Seit 2000 Professor für Ur- und frühgeschichtliche Archäologie an der Universität Bamberg.
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