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Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Unizeit – Nachrichten aus der Universität Kiel

unizeit Nr. 31 vom 09.07.2005, Seite 7  voriger  Übersicht  weiter  REIHEN  SUCHE   Druckfassung

Prof. Hartwig Siebner

Dem Gehirn beim Arbeiten zusehen


Hartwig Siebner

Wie steuert das menschliche Gehirn Bewegungen der Hand? Was ist anders bei Patienten mit Parkinson’scher Erkrankung? Und inwieweit kann sich das Gehirn einer Funktionsstörung anpassen? Diesen Fra­gen geht Professor Hartwig Siebner mit modernen bildgebenden Unter­suchungsmethoden auf den Grund. »Wir sehen damit, salopp gesagt, dem Gehirn beim Arbeiten zu«, erklärt Siebner.

Sein wichtigstes Instrument ist die funktionelle Magnetresonanz­tomographie (fMRT), die die Aktivität des ganzen Gehirns während bestimmter Aufgaben (zum Beispiel beim Bewegen der Hand oder dem Verstehen von Sprache) erfasst. Dadurch lässt sich erkennen, welche Hirnareale an den einzelnen Aufgaben beteiligt sind, ohne Injektion von Kontrastmitteln, ohne radioaktive Belastung und ohne Elektroden. Auch beim Erkennen von Krankheiten hat die fMRT heute eine große Bedeutung. Siebner: »Einzige Voraussetzung ist, dass der Patient oder Proband eine Dreiviertelstunde lang in einer Röhre auf dem Rücken ruhig liegen kann.«

Als Leiter der Arbeitsgruppe »Funktionelle Bildgebung von Bewegungsstörungen« im Forschungsverbund NeuroImage Nord der Universitäten Hamburg, Kiel und Lübeck koordiniert der Neurologe die an den drei Standorten laufenden Projekte. Der Forschungsverbund wird vom Bundesbildungsministerium gefördert. Es wird darin mit verschiedenen Techniken die Funktion des menschlichen Gehirns untersucht. ne
Hartwig Roman Siebner, 40 Jahre. Seit Dezember 2004 Professor für Funktionelle Bildgebung der Bewegungsstörungen an der CAU. Geboren in Tübingen. Medizinstudium an den Universitäten Homburg/Saar und Mainz. 1991 Promotion an der Universität Homburg/Saar. Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Neurologischen Klinik und Poliklinik der Technischen Universität München. Forschungsstipendiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft am Institut für Neurologie des University College of London, Großbritannien. Gastprofessor an der Kyoto Universität, Japan. Oberarzt an der Klinik für Neurologie, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (Campus Kiel). 2003 Habilitation an der CAU Kiel.
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