Prof. Hartwig Siebner
Dem Gehirn beim Arbeiten zusehen

Hartwig Siebner
Sein wichtigstes Instrument ist die funktionelle Magnetresonanztomographie (fMRT), die die Aktivität des ganzen Gehirns während bestimmter Aufgaben (zum Beispiel beim Bewegen der Hand oder dem Verstehen von Sprache) erfasst. Dadurch lässt sich erkennen, welche Hirnareale an den einzelnen Aufgaben beteiligt sind, ohne Injektion von Kontrastmitteln, ohne radioaktive Belastung und ohne Elektroden. Auch beim Erkennen von Krankheiten hat die fMRT heute eine große Bedeutung. Siebner: »Einzige Voraussetzung ist, dass der Patient oder Proband eine Dreiviertelstunde lang in einer Röhre auf dem Rücken ruhig liegen kann.«
Als Leiter der Arbeitsgruppe »Funktionelle Bildgebung von Bewegungsstörungen« im Forschungsverbund NeuroImage Nord der Universitäten Hamburg, Kiel und Lübeck koordiniert der Neurologe die an den drei Standorten laufenden Projekte. Der Forschungsverbund wird vom Bundesbildungsministerium gefördert. Es wird darin mit verschiedenen Techniken die Funktion des menschlichen Gehirns untersucht. ne
Hartwig Roman Siebner, 40 Jahre. Seit Dezember 2004 Professor für Funktionelle Bildgebung der Bewegungsstörungen an der CAU. Geboren in Tübingen. Medizinstudium an den Universitäten Homburg/Saar und Mainz. 1991 Promotion an der Universität Homburg/Saar. Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Neurologischen Klinik und Poliklinik der Technischen Universität München. Forschungsstipendiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft am Institut für Neurologie des University College of London, Großbritannien. Gastprofessor an der Kyoto Universität, Japan. Oberarzt an der Klinik für Neurologie, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (Campus Kiel). 2003 Habilitation an der CAU Kiel.
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