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Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Unizeit – Nachrichten aus der Universität Kiel

unizeit Nr. 32 vom 22.10.2005, Seite 3  voriger  Übersicht  weiter  REIHEN  SUCHE   Druckfassung

Organ der Musik

Der Bau einer Orgel im Bach-Saal ist zur Hälfte gesichert. Für die fehlenden 115.000 Euro hofft das Musikwissenschaftliche Institut auf weitere Spenden, Sponsoren und Fördermittel.


Seit dem 1994 abgeschlossenen Umbau des Bach-Saals in der Rudolf-Höber- Straße 3 verfügt die Universität über einen Proben- und Konzertsaal mit hervorragenden akustischen Eigenschaften. Seither verfolgt Universitätsmusikdirektor Bernhard Emmer die Idee, den Raum durch eine Orgel weiter aufzuwerten. Mittlerweile ist Emmer diesem Ziel sehr nahe. Der renommierte Orgelbauer Gerald Woehl aus Marburg hat einen Entwurf für eine kompakte sinfonische Orgel mit 15 Registern vorgelegt. Das Rektorat unterstützt das Vorhaben des Musikwissenschaftlichen Instituts mit einer Anschubfinanzierung in Höhe von 50.000 Euro. Zusammen mit Spenden und durch den Erlös von Benefizkonzerten sind damit bereits deutlich mehr als die Hälfte der veranschlagten 250.000 Euro gesichert. Weitere Spenden und Sponsoren sind jedoch erforderlich, um den Plan einer Universitätsorgel zu verwirklichen.

Eine Orgel würde das musikalische Spektrum der Universitätsensembles um eine wichtige Dimension erweitern. Für Professor Siegfried Oechsle, Direktor am Musikwissenschaftlichen Institut, gibt es daran keinen Zweifel: »Das Vorhaben ist in mehrfacher Hinsicht innovativ. Zunächst ist es die Bauweise, die die klanglichen und technischen Möglichkeiten einer großen Orgel in einem relativ kleinen Instrument vereint. Dadurch ermöglicht das geplante Instrument, anders als zum Beispiel jenes in der Universitätskirche, ein breiteres Repertoire stilistisch angemessen wiederzugeben. « Zwei Windsysteme gestatten die Wiedergabe sowohl barocker Literatur mit »lebendigem« Wind als auch romantisch-sinfonischer Literatur mit »stabilem«, gleichmäßigem Wind, der ein melodiebetontes Spiel erlaubt. Der orgelbautechnisch geniale Entwurf dürfte nach Ansicht von Emmer im weiten Umkreis der Landeshauptstadt eine Sensation darstellen.

Etwas Besonderes ist außerdem die Integration des Instruments in die Arbeit der universitären Musikensembles. Zusammen mit dem ausgezeichneten Bösendorfer-Flügel und den beiden Cembali »deutscher Bauart« seien mit der geplanten Orgel Musikdarbietungen von hoher Qualität möglich, für die der Bach-Saal durch seine amphitheatralische, in Stufen ansteigende Anlage einen ausgezeichneten Rahmen biete. »Die Anordnung des Instruments im Bach-Saal ist bewusst so gewählt, dass es wie ein Flügel unmittelbar vor dem Publikum steht«, ergänzt Emmer. »Dadurch ist es den um das Instrument versammelten Hörern möglich, die Spielenden zu beobachten, während diese wiederum mit den Anwesenden direkt in Kontakt treten können. Eine solche Konstellation von Instrument und Aufstellungsort ist in Schleswig-Holstein einzigartig.«

Und noch ein weiteres Argument führt der Musikwissenschaftler Oechsle an: »Eine Orgel als lebendiger Bestandteil des Musikwissenschaftlichen Instituts vermag das regionale wissenschaftliche Profil der Ostseeuniversität Kiel nicht nur durch praxisbezogene Lehrveranstaltungen und orgelkundliche Demonstrationen zu erweitern. Speziell die reiche historische Orgelkultur Norddeutschlands und Dänemarks kann dann im Lehrangebot weitaus anschaulicher dargestellt werden. Das gewährleistet eine noch umfassendere Ausbildung der Studierenden.« Die neue Orgel sei damit eine Investition in die Verbesserung der Lehre an der CAU. »Die Orgel ist in der Musikgeschichte des Ostseeraums von zentraler Bedeutung. Schon allein deshalb braucht die Universität an der Ostsee eine eigene Orgel.« (ne)

Kontakt und Info: Bernhard Emmer, Universitätsmusikdirektor,
b.emmer@musik.uni-kiel.de, 0431-880-2209

Steuerabzugsfähige Spendenzuwendungen über den Verein: ConcertO Förderverein Orgel im Bach- Saal e.V., Commerzbank Kiel, Konto-Nr. 733-39 90, BLZ 210 400 10
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