CAU - Universität Kiel
Sie sind hier: StartseitePresseUnizeitNr. 36Seite 3
unizeit Nr. 36 vom 27.05.2006, Seite 3  voriger  Übersicht  weiter  REIHEN  SUCHE   Druckfassung

Gesundes Trinkwasser

Alle Industrieländer kennen das Problem: Schadstoffe in Grundwasser und Boden. Das Institut für Geowissenschaften, Abteilung Angewandte Geologie organisiert seit Juli 2005 ein »Transferprojekt zur Verwertung von Technologie und Wissen aus nationalen Verbundvorhaben zur Grundwasser- und Bodensanierung in Deutschland und Italien«. »Ziel dieses Projektes ist eine Plattform zu schaffen, um technologisches Know-how und wissenschaftliche Erkenntnisse zu diskutieren. Dadurch sollen auch neue Märkte für die Sanierung von kontaminierten Standorten geschaffen und deutschen Firmen der Export ihrer »Produkte« erleichtert werden«, erklärt Professor Andreas Dahmke, Inhaber des Lehrstuhls für Angewandte Geologie.

Eingebunden in das Projekt werden deutsche und italienische Firmen und Ingenieurbüros, die sich mit der Erkundung und Sanierung kontaminierter Standorte befassen, sowie Universitäten, Forschungsanstalten, nationale Umweltbehörden und Ministerien. Aufgrund der in diesem Projekt erzielten Erfahrungen sollen zudem Strategien zur optimierten Verwertung von Technologie und Know-how in europäischen und außereuropäischen Ländern abgeleitet und entwickelt werden. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung für den Zeitraum von zwei Jahren gefördert.

Zum Hintergrund: Die seit Ende des Jahres 2000 in Kraft getretene Europäische Wasserrahmenrichtlinie fordert eine Kartierung und Charakterisierung der Grundwasserkörper, mit dem Ziel einen »guten mengenmäßigen und chemischen Zustand des Grundwassers« zu erreichen. Quellen für Grundwasserverunreinigungen müssen erfasst und saniert werden. Deutschland nimmt im europäischen Raum eine Vorreiterrolle in der Charakterisierung von Schadensfällen und der Entwicklung von kosteneffizienten Verfahren zur Vor-Ort- Sanierung ein. Eine Verwertung der technischen und wissenschaftlichen Erkenntnisse sowie der entwickelten Technologien im europäischen Ausland ist jedoch bisher nur in wenigen Ansätzen erfolgt. (ne)

www.gpi.uni-kiel.de/Angewandte
Dr. Sibylle Grandel, Tel 0431/880-2875
sg@gpi.uni-kiel.de
Zum Seitenanfang  voriger  Übersicht  weiter  REIHEN  SUCHE   Druckfassung



Zuständig für die Pflege dieser Seite: Pressestelle der Universität   ► presse@uv.uni-kiel.de