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unizeit Nr. 36 vom 27.05.2006, Seite 7  voriger  Übersicht  weiter  REIHEN  SUCHE   Druckfassung

Prof. Eberhard Hartung

Sensoren für die Landwirtschaft


Precision oder Smart Agriculture – mit diesen Ausdrücken beschreiben Agrartechniker, wohin der Weg in der landwirtschaft­lichen Produktion geht. Der Anbau von Getreide und anderen Feldfrüchten genauso wie die Tierproduktion wird mittels intelligenter Landtechnik zunehmend nachhaltig und bedarfsorientiert optimiert. Die Grundlagen hierfür schaf­fen Forschungen am Institut für landwirtschaftliche Verfahrenstechnik.

»Wir entwickeln zum Beispiel die Basis dafür, dass mit Nah­infrarotsensoren bereits während der Ernte die Qualitätsmerkmale von Getreide oder Raps, das heißt der Protein-, Stärke- oder Ölgehalt, bestimmt werden können«, erklärt Institutsdirektor Professor Eberhard Hartung. Diese Sensorsysteme integrieren die Agrartechniker mit Managementsystemen.

»Hauptziel ist ein bedarfs- und bedürfnisorientiertes Bestands-, Herden- und Prozess­management sowie dessen automatisierte Doku­mentation«, so Hartung. Für die Schweine- und Fischmast entwickeln die Agrartechniker Bild­analysesysteme. Die Tiere werden kontinuierlich gefilmt, ein Datenverarbeitungssystem wertet die aufgenommenen Bilder aus und soll zum Beispiel Empfehlungen zur Fütterung geben. Hartung: »Die bedarfsgerechte Fütterung ist aus ökonomischer und ökologischer Sicht sehr wichtig, da die Tiere alles, was über den Bedarf hinaus gefüttert wird, unverbraucht ausscheiden. Dadurch wird die Umwelt stark belastet.«
Eberhard Hartung, 42 Jahre. Seit Oktober 2005 Professor für Landwirtschaftliche Verfahrenstechnik an der Christian-Albrechts-Universität. Geboren in Satzvey in der Eifel. Studium der Agrarwissenschaft an den Universitäten Bonn und Stuttgart-Hohenheim. 1995 Promotion und 2001 Habilitation am Institut für Agrartechnik der Universität Stuttgart-Hohenheim. Lehrstuhlvertretung für das Fach Verfahrenstechnik der Tierproduktion und landwirtschaftliches Bauwesen.
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