Gründung erleben
Mit viel Engagement machen sich angehende Wirtschaftswissenschaftler die Probleme von Unternehmensgründern zu Eigen. Mit diesem Bericht über das Gründungspraktikum startet eine neue Serie über Aktivitäten der CAU für Existenzgründende.

Erstmal kleine Brötchen backen, dann expandieren: Die CAU unterstützt auch Firmenerweiterungen, wie die der Campus-Suite, rechts Inhaber Leonard Stebisch. Foto: Campus-Suite, pur.pur
Mit dieser Aufgabe traten sie an den Lehrstuhl für Gründungs- und Innovationsmanagement unter der Leitung von Professor Achim Walter heran, wo man sich im Gründungspraktikum mit realen Problemen von Unternehmensgründungen auseinandersetzt. Die Leitidee dieser Lehrveranstaltung ist es, Studierende aktiv in eine Gründung einzubinden, damit sie praktische Erfahrungen sammeln können. Studierende sollen alle Schwierigkeiten und Herausforderungen des Gründungsprozesses hautnah erfahren und die Risiken und Verantwortlichkeiten gegenüber Mitgründern und Geschäftspartnern kennen lernen.
Das Gründungsprojekt »Franchise-Konzept Campus-Suite« wurde von vier Studierenden der Wirtschaftswissenschaften bearbeitet. In enger Abstimmung mit den Stebisch-Brüdern entwickelten sie ein Expansionskonzept für das Unternehmen. Dem Studententeam stand Diplomkauffrau Petra Dickel vom Lehrstuhl für Gründungs- und Innovationsmanagement beratend zur Seite. »Meine Aufgabe war es vor allem, die Basis zu legen, das genaue Projektziel zu klären, den Zeitrahmen abzustecken und projektbegleitend bei fachlichen Fragen und der Suche nach Ansprechpartnern zu unterstützen.« Das Gründungsteam hat die Arbeit mittlerweile erfolgreich abgeschlossen. Mit dem fertigen Franchise-Konzept können die Unternehmer jetzt in Verhandlung mit anderen Universitäten gehen. In Berlin und vermutlich auch in Hamburg sollen in Kürze weitere Filialen der Campus-Suite eröffnet werden. Leonard Stebisch ist voll des Lobes: »Die haben sehr gute Arbeit geleistet. Allein hätten wir das nicht geschafft.«
Die Arbeit des Gründungsteams ist aber nicht nur für die Unternehmer ein Gewinn. Auch die Studierenden profitieren erheblich davon. Dickel: »Ich hätte mir das zu meinen Studentenzeiten auch gewünscht, dass so eine praxisorientierte Lehrveranstaltung angeboten wird. Das ist wirklich eine tolle Möglichkeit, das Wissen, das man sich vorher aneignet, auch konkret anzuwenden. Und wie uns bereits frühere Praktikumsteilnehmer berichtet haben, werden die Zeugnisse, die wir den Studenten ausstellen, bei einer Bewerbung sehr positiv bewertet.« Das Seminar sei überaus begehrt, obwohl die Teilnehmer viel mehr arbeiten müssten als bei einem normalen Seminar.
Das Gründungspraktikum ist nur ein Beispiel dafür, wie Unternehmensgründer an der Kieler Universität unterstützt werden. »An der CAU gibt es verschiedene Aktivitäten, die sich gegenseitig ergänzen«, erklärt Gabriele Buda, die Gründungen aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen an der CAU betreut. Sie versteht sich als eine Art Lotse. »Wissenschaftler mit Geschäftsideen können mich direkt ansprechen. Bei Bedarf vermittle ich weitere Experten innerhalb und außerhalb der Hochschulen. Falls finanzielle Unterstützung benötigt wird, helfe ich bei den Anträgen.« Daneben ist es ihre Aufgabe, für das Thema Existenzgründungen zu sensibilisieren und für ein gutes »Gründungsklima« an der Hochschule zu sorgen. (ne)
Mehr dazu:
– www.gruendungspraktikum.de
– www.uni-kiel.de/exist
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