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Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Unizeit – Nachrichten aus der Universität Kiel

unizeit Nr. 37 vom 15.07.2006, Seite 6  voriger  Übersicht  weiter  REIHEN  SUCHE   Druckfassung

Hitler-Persiflage im Sechseckbau

Martin Friedrichs als Schlomo Herzl. Foto: Tim Albrecht

Adolf Hitler, ein ungehobelter Kerl aus der Provinz, hat Großes vor: Er will Künstler werden. Also nimmt er die beschwerliche Reise von Braunau nach Wien auf sich, wo er in einem Männerasyl Unterschlupf findet. Sein Mitbewohner ist der Jude Schlomo Herzl, der gerade an einem Buch mit dem Titel »Mein Kampf« schreibt. Er findet, man müsse dem ungeschlachten Hitler, der ständig Verstopfung hat und nie zu schwadronieren aufhört, vor seiner Aufnahmeprüfung an der Kunstakademie erst einmal anständige Manieren beibringen. Ein schwieriges Unterfangen. Als Hitlers Versuch, an der Akademie angenommen zu werden, scheitert, verzagt er nicht, sondern wendet sich weitaus Größerem zu, der Welt …

George Tabori, der ungarische Jude mit englischem Pass und deutschem Wohnsitz, beschreibt die Welt in seiner Farce »verkehrtherum«: nur so, sagt er, zeige sie ihr wahres Gesicht.

Die Theatergruppe »alptraumtänzer«, Mitglied der Studentischen Arbeitsgemeinschaften im Studentenwerk Schleswig-Holstein, bringt Taboris Drama auf die Bühne im Sechseckbau. Vorstellungen sind am 15., 16. und 18. Juli jeweils um 20.00 Uhr.
George Tabori, 1914 in Budapest geboren, lebte in Berlin, bis er Anfang der dreißiger Jahre Deutschland verließ, um zuerst in London, dann in den USA zu leben und zu arbeiten. 1975 bis 1978 leitete er das Theaterlabor in Bremen und lebte danach in München und Wien. Seit 1999 arbeitet er am Berliner Ensemble. Neben vielen Preisen erhielt er 1992 den Georg-Büchner-Preis.
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