Prof. Bernd Heber
Die Physik des »Weltraumwetters«

Bernd Heber Foto: pur.pur
Die Zusammenführung der Begriffe Heliosphäre und Astroteilchenphysik ist nicht zufällig, sondern bewusst gewählt. Die Astroteilchenphysik beschäftigt sich unter anderem mit der Beschleunigung und der Ausbreitung geladener hochenergetischer Teilchen im Weltraum. Die Wechselwirkung energiereicher Teilchen mit dem turbulenten Medium wird durch mikrophysikalische Prozesse beschrieben. Die Heliospäre dient dabei als »Labor«, um solche physikalischen Probleme zu untersuchen, da man hier Messungen vor Ort vornehmen kann.
Energiereiche Teilchen, die bei komplexen Prozessen durch die aktive Sonne und im erdnahen Weltraum beschleunigt werden, haben Einfluss auf die Chemie der polaren Hochatmosphäre und eventuell sogar auf das Erdklima. Diesen Aspekt der Physik des Weltraumwetters erforscht die Arbeitsgruppe unter Nutzung der Beteiligungen an den Weltraum-Missionen STEREO, SOHO, CHANDRA und Ulysses. (ne)
Bernd Heber, 46 Jahre. Seit Oktober 2005 Professor für Extraterrestrische Physik an der Christian-Albrechts-Universität. Geboren in Süderbrarup, Schleswig-Holstein. Physik- und Mathematik-Studium an der CAU Kiel. Forschungsaufenthalte am Centre d’Études Civils, Saclay/Frankreich. Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für Aeronomie in Katlenburg-Lindau, Niedersachen. Weitere Stationen: Universität Osnabrück, Universität Stuttgart. 2004 Habilitation an der Universität Osnabrück. Seit Mai 2006 verantwortlich für die Weltrauminstrumente der CAU auf den Raumsonden Ulysses, SOHO und Chandra. Nationaler Koordinator für das Internationale Heliophysikalische Jahr 2007.
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