Schlau laufen
Regelmäßige Bewegung hält uns auch geistig auf Trab. Dabei muss es nicht unbedingt ein Dauerlauf sein. Aktivität jeder Art fördert die geistige Fitness.

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Aber man muss nicht unbedingt das Gehirn anstrengen, um die Geisteskraft zu erhalten. Auch körperliche Aktivitäten trimmen die grauen Zellen. »Je länger man aktiv bleibt im Alter, desto weniger gibt es die Einbußen an kognitiven Leistungen, wozu natürlich auch das Gedächtnis zählt«, berichtet Jan-Peters Janssen. Der Professor (em.) für Sportpsychologie eröffnet am 6. November die Ringvorlesung »Alter, Gesundheit und aktiver Lebensstil« mit einem Vortrag über den Nutzen von Bewegung fürs Gedächtnis im Alter.
Aber auch bereits an Demenz erkrankte Patienten profitieren noch von Bewegung und sollten daher nach ihren Möglichkeiten mobilisiert werden, empfiehlt Janssen. So untersuchte eine Studie den Effekt einer musischen Bewegungstherapie bei Menschen mit Demenzerkrankungen in Pflegeheimen. Zu den Übungen gehörten zum Beispiel rhythmisch klatschen, Lieder singen und sich im Takt der Musik bewegen. Das Ergebnis: So lange das Programm läuft, können sich die Heimbewohner im Alltag besser orientieren. Sie sind zum Beispiel in der Lage, alleine zum Essen zu gehen. Janssen: »Wenn das auf diesem Level möglich ist, durch Aktivität eine Verbesserung der kognitiven Leistung insgesamt zu erreichen, dann ist das natürlich bei Gesunden nicht anders.« Umgekehrt gäbe es auch die Beobachtung, dass Patienten nach einem längeren stationären Aufenthalt im Krankenhaus hinterher Schwierigkeiten hätten, sich im Alltag zurecht zu finden.

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Der belebende Effekt sportlicher Betätigung ist zum einen auf eine verbesserte Hirndurchblutung zurückzuführen. Bewegung bringt den Kreislauf in Schwung und führt dazu, dass die Zellen des Gehirns besser mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt werden. »Im Alter ist die Gehirnzirkulation oft schlechter«, so Janssen. »Das kann man durch Aktivität verbessern. Wenn man den normalen Bewegungspegel des Alltags ein wenig erhöht, jeden Tag eine halbe Stunde spazieren geht oder joggt, dann ist die Zirkulation besser. Darüber hinaus funktioniert auch die Verschaltung der Nervenzellen untereinander besser. Dadurch bleiben die Möglichkeiten erhalten, auf Gewohntes zurückzugreifen.« Ebenfalls wichtig: Beim Radfahren, Walken oder in der Gymnastikgruppe ist das Gehirn ständig im Einsatz. So liefern Gespräche, neue Bekannte, ungewohnte Bewegungsabläufe und vielfältige Sinneseindrücke, wie Bäume am Wegesrand, Vogelgezwitscher oder wechselnde Musik Denkfutter.

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Gedächtnistraining mit Gregor Staub
Gregor Staub, der erfolgreiche Gedächtnistrainer aus Erlenbach bei Zürich, stellt sein Programm »Mega Memory©« am 7. November von 16 bis 18:30 Uhr im Audimax vor. Bei dem kostenlosen Schnupperkurs erfahren die Teilnehmer mit praktischen Übungen, wie sie sich Namen, Zahlen oder Termine besser merken können. Die Veranstaltung dient als Einblick in die Methode. Die Mega Memory Techniken können Interessierte als Selbstlehrgang oder im Seminar erlernen.
Im Internet: – www.careercenter.uni-kiel.de – www.gregorstaub.com
Im Internet: – www.careercenter.uni-kiel.de – www.gregorstaub.com
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