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Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Unizeit – Nachrichten aus der Universität Kiel

unizeit Nr. 39 vom 09.12.2006, Seite 7  voriger  Übersicht  weiter  REIHEN  SUCHE   Druckfassung

Das WM-Fieber steigt wieder

Nach der Fußball-WM im Sommer steht Deutschland ein weiteres sportliches Highlight bevor: Die Handball-WM 2007.


Schleswig-Holstein ist Handball-Land. Während in anderen deutschen Bundesländern der Samstag­nachmittag dem Fußball gehört, verfolgen die Men­schen zwischen Nord- und Ostsee die Geschicke des THW Kiel, der SG Flensburg-Handewitt oder des HSV Hamburg. Diese Nähe zum Handballsport ist kein Zufall, sagt der emeritierte Professor Herbert Haag, der frühere Direktor des Instituts für Sport und Sportwissenschaft an der Kieler Universität: »Zum einen hat Schleswig-Holstein die geographische Nähe und viele Verbindungen zu Skandinavien, wo der Handballsport traditionell sehr stark vertreten ist. Außerdem liegt es auch am hiesigen Klima, dass Handball als Hallensportart sehr beliebt ist. Und natürlich ist es ein sehr spannender Sport mit vielen Toren und einem hohen Tempo.«

Handball hat eine lange Geschichte: Bereits in der griechischen und römischen Antike waren Wurf- und Fangspiele bekannt, und auch im Mittelalter gab es handballähnlichen Sport. Als eigentliche Entstehungszeit gilt der Beginn des Zwanzigsten Jahrhunderts. Damals entstanden die ersten offiziellen deutschen Spielregeln für Feldhandball, ab 1936 war Feldhandball olympische Sportart, und 1949 gründete sich der Deutsche Handballbund, der mittlerweile über 800.000 Mitglieder hat. 1966 war die letzte Feldhandball- WM in Deutschland, danach entwickelte sich Handball zum reinen Hallensport. Bei der Olympiade 1972 in München wurde Hallenhandball erstmals zur olympischen Disziplin. Die Begeisterung für den Handballsport hat eine über hundert Jahre alte Geschichte. Dazu habe vor allem die Entwicklung in Deutschland beigetragen, so Haag: »Nicht umsonst bezeichnet man Handball als typisch deutsche Sportart. Doch auch in Skandinavien und Zentraleuropa ist dieser Sport stark vertreten. In vielen anderen Regionen, insbesondere Nordafrika, Japan und Korea ist Handball auf dem Vormarsch.«

Mittlerweile ist Handball auf der ganzen Welt verbreitet und dem Fußballsport als Nummer Eins der Ballsportarten hart auf den Fersen. »Es wäre schön, wenn die Handball-WM in Deutschland eine ähnliche Begeisterung entfachen würde wie die Fußball-WM«, sagt Haag. Handball sei aber nicht nur ein faszinierender Sport für Profis, bei dem es im Gegensatz zum Fußball keine Fanausschreitungen gebe, sondern auch gut geeignet für die breite Masse: »Handball ist ein idealer Schulsport, leicht zu organisieren, mit viel Bewegung.« In der Kieler Ostseehalle finden vom 20. bis 22. Januar die WM-Gruppenspiele der Gruppe E mit Dänemark, Norwegen, Ungarn und Angola statt. Auch in der Hamburger Color Line Arena sind mehrere Begegnungen zu sehen, unter anderem eines der beiden Halbfinals am 1. Februar. (js)
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