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unizeit Nr. 41 vom 07.04.2007, Seite 1  Übersicht  Übersicht  weiter  REIHEN  SUCHE   Druckfassung

Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser,

Rankings, zu Deutsch Ranglisten oder Rangordnungen, sind eine beliebte Methode, der Informations­flut in einzelnen Bereichen eine Struktur zu geben. Städte werden »gerankt«, Spitzenpolitiker ebenfalls und natürlich Bildungsanbieter wie Universitäten. Das Informationsangebot ist so komplex und unübersichtlich geworden, dass es heute eigentlich nur mehr darum gehen kann, die wichtigen und richtigen Informationen aus der Flut herauszufiltern. Rankings sollen den Kunden und Nutzern, zu denen ja auch die Studierenden zählen, dabei helfen.

Im Frühjahr beginnt sie wieder, die Zeit der Hochschulrankings, denn zum Ende des Schuljahres starten die Abiturientinnen und Abiturienten mit der Suche nach dem passenden Studienort. Die Institute der CAU beteiligen sich an renommierten Rankings, wie zum Beispiel dem des Centrums für Hochschul­entwicklung (CHE), das in der ZEIT erscheint. Entscheidend für uns ist die Bewertungsmethode, die eine gewisse Differenziertheit aufweisen muss. Beim CHE beispielsweise fließen bis zu 30 Kriterien pro Disziplin in den Hochschulvergleich ein, von Arbeitsmarktbezug bis Zitationen pro Publikation. Sicher reicht keine dieser Einzelinformationen aus, um einem Studiengang gerecht zu werden. Für einen sinnvollen Vergleich sollte man möglichst viele Hinweise zur Qualität in Lehre und Forschung heran­ziehen: So ist die Arbeitsplatzausstattung für den angehenden Zahnarzt entscheidender als für den Anglisten, der vielleicht mehr Wert auf den E-Learning-Bereich legt.

Über Sinn oder Unsinn der unterschiedlichen Rankings lässt sich zwar streiten, dass sie aber nicht nur öffentlich wahrgenommen, sondern auch als ernsthafter Ratgeber herangezogen werden, ist unbestritten. Die Agrar- und Ernährungswissenschaftliche Fakultät beispielsweise erwägt jetzt, sich an einem internationalen Ranking zu beteiligen. Schließlich müssen wir uns immer mehr auf dem großen internationalen Parkett bewegen, wozu die vollständige Umstellung der Studiengänge auf Bachelor- und Masterprogramme nur der erste Schritt ist.

Rankings sind natürlich nur eine Möglichkeit der Orientierung. Gespräche mit Professoren und Studierenden in höheren Semestern oder der Besuch von Orientierungsveranstaltungen sind mindestens ebenso wichtig. Die Entscheidung für ein Studienfach und einen Ort ist bei vielen Abiturienten noch immer von Unkenntnis und Zufall geprägt. Wir wollen dazu beitragen, mehr Rationalität in diese Entscheidung zu bringen.

Professor Siegfried Wolffram
Prorektor
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