Editorial
Liebe Leserin, lieber Leser,die Kieler Universität heißt die Mitglieder der Max-Planck-Gesellschaft, die ihre Jahresversammlung 2007 nach Kiel gelegt hat, herzlich willkommen. Kiel bietet sich als Tagungsort an, wurde doch Max Planck in der Küterstraße 17 in Kiel geboren. Während das Programm der Jahresversammlung insgesamt speziell auf die Mitglieder der Gesellschaft ausgerichtet ist, bringt ein Festvortrag im Uni-Audimax die Gäste der Tagung, die Bürger der Stadt und die Universitätsangehörigen zusammen. Das Thema des Vortrags am 27. Juni: »Altern: Herausforderung für Körper und Geist«.
»Max-Planck« heißt für viele Wissenschaftler an deutschen Unis immer noch das Zauberwort: In gut ausgestatteten Labors und Bibliotheken können die Forscher dort in den Instituten in Ruhe arbeiten, ohne von dem hochschulpolitischen Hickhack aufgefressen zu werden, dem die deutschen Universitäten seit Jahrzehnten ausgeliefert sind. Die besondere Philosophie dieses Vereins zur Förderung der Wissenschaften bedeutet eine größtmögliche Selbstständigkeit der Institutsdirektoren und Forschergruppenleiter: Man sucht für die 78 Forschungsinstitute weltweit die Allerbesten als Direktoren und lässt ihnen dann weitgehend freie Hand. Äußerst selten gelingt es den Universitäten, wie jüngst unserer Alma Mater, renommierte Wissenschaftler zu halten, die ein Angebot als Direktor eines Max-Planck-Institutes in der Tasche haben.
Die Max-Planck-Gesellschaft finanziert sich aus öffentlichen Mitteln, und der deutsche Nachwuchs für die berühmte Großforschungsgesellschaft kommt von unseren Universitäten – und das in allen Altersgruppen und auf allen hierarchischen Ebenen. Man tut also gut daran, sich gemeinsam für eine exzellente wissenschaftliche Ausbildung in unserem Land zu engagieren. Viele Max-Planck-Direktoren sind bereits in der Lehre tätig, so beispielsweise die Direktoren des Max-Planck-Instituts in Plön, die an der Kieler Universität unterrichten. Die in gemeinsamen Lehr- und Forschungsprojekten allenthalben geübte Kooperation möge kräftig ausstrahlen auf gemeinsame Initiativen zur Verbesserung der Lehre sowie gemeinsame Projekte der Wissenschaftsvermittlung. Die Wissenschaft in unserem Land braucht Kooperationen auf allen Ebenen, in der Forschung und für die Lehre!
Professor Dr. Thomas Bauer
Rektor
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