Jeder Kurs zählt
Bei Bachelor und Master wird fast jeder Kurs benotet, und alle Noten gehen ins Examen ein.

Foto: Uni Kiel
Die gleichmäßige Verteilung der Prüfungen soll zudem die Studienzeit verkürzen. Denn sie bringt eine streng einzuhaltende Kursreihenfolge mit sich. Auch der Kieler Soziologe Professor (em.) Günter Endruweit findet dafür lobende Worte: »Bisher hatten viele Studierende ihr Lernpensum durchaus in der Regelstudienzeit erbracht, verwendeten dann aber ein Jahr und mehr auf die Vorbereitung für das gewaltig drohende Initiationsritual, das komplexe Examen, das doch zu einem guten Teil nur eine Prüfung der momentanen physischen und psychischen Kondition war, wie sie sonst im Leben kaum vorkommt.«
Gleichzeitig bedeutet das neue Prüfungsverfahren aber auch, dass von Anfang an mitgearbeitet werden muss. Denn bereits die erste Prüfung zählt für die Abschlussnote. »Dieses Vorgehen hilft vor allem den Studierenden, die Schwierigkeiten haben, sich alleine, ohne äußeren Druck, zum Lernen zu motivieren«, schätzt Dr. Rosemarie Winterfeld, die die Einführung der neuen Studiengänge an der Kieler Uni koordiniert. Aus den Erfahrungen anderer Universitäten sei zu erwarten, dass sich die Anzahl der Absolventen erhöhen wird. »Für die komplette Prüfungsverwaltung wird jetzt ein einheitliches EDV-Programm eingeführt. Denn jede Prüfung, sei es als Klausur, mündliche Prüfung oder Seminararbeit, muss unter Examensbedingungen ablaufen«, erklärt die Leiterin des Referats für Studium und Prüfung. Für die Prüfungen melden sich Studierende künftig online an. Anders sei die erwartete Flut von Anmeldungen nicht zu bearbeiten. (ne)
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