Fantastische Sicht auf Sonnenstürme

Foto: NASA
An Bord der Zwillingsraumsonden befinden sich Geräte aus Kiel: Die am Institut für Experimentelle und Angewandte Physik entwickelten Instrumente sollen die energiereichen Ausbrüche der Sonne messen, die das Magnetfeld der Erde durcheinanderbringen. Jetzt haben die Geräte den Praxistest bestanden. »Wir erhalten genau die Signale, die wir vorausgesagt haben«, freut sich Reinhold Müller- Mellin aus der Kieler Arbeitsgruppe. »Die Instrumente arbeiten nach Plan.«
Das Besondere an der Mission: Die Ausbrüche auf der Sonne werden gleichzeitig aus zwei verschiedenen Blickwinkeln, eben »stereo«, vermessen. »Dadurch verschaffen sie uns eine einzigartige Sicht auf den Energie- und Materiestrom von der Sonne zur Erde, einen dreidimensionalen Blick«, so Müller-Mellin. Das Bild links zeigt eine aktive Region der Sonne, die mit den hoch komplizierten UV-Kameras an Bord der Sonden aufgenommen wurde. Die Auswürfe der Sonnenmaterie sind mehrere Millionen Grad Celsius heiß und bestehen aus Wasserstoff (78%), Helium (20%) und schwereren Atomen (2%), unter anderem auch Eisen, das bei diesen hohen Temperaturen Licht im extremen Ultraviolettbereich aussendet. Da UV-Licht für das Auge unsichtbar ist, wurde für die Falschfarbenaufnahme die Farbe Blau gewählt. (ne)
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