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Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Unizeit – Nachrichten aus der Universität Kiel

unizeit Nr. 43 vom 22.07.2007, Seite 7  voriger  Übersicht  weiter  REIHEN  SUCHE   Druckfassung

Prof. Michael Düring

Slavische Satire


Forschungsschwerpunkt von Professor Michael Düring ist die russische und polnische Literatur des 20. Jahrhunderts, seine besondere Spezialität ist die Satire. Bereits in seiner Promotion hat er sich mit der nichtoffiziellen russischen Satire im 20. Jahrhundert befasst. »Die Zensurmechanismen waren zu Sowjetzeiten sehr rigoros und sind es jetzt wieder. Besonders interessant ist deshalb die Satire, die im Untergrund oder im westlichen Ausland entstanden ist. Sie konnte sich relativ frei mit den Problemen im Land auseinander- setzen. Gerade hier zeigt sich, wie intensiv Satire auf gesellschaftliche Entwicklungen reagiert«, erklärt Düring.

Zurzeit plant der gebürtige Münsteraner ein Forschungsprojekt, das Satire aus verschiedenen slawischen Ländern vergleichen soll. »Es geht darum, Gemeinsamkeiten und Unterschiede russischer, ukrainischer, tschechischer und polnischer Satire zu erarbeiten.« Spannend findet der Slawist, wie sich die unterschiedliche historische Entwicklung der einzelnen Länder in der Satire widerspiegelt und welche Mittel gewählt werden, um das Bestehende zu verarbeiten. Wählt der Satiriker eher die Groteske oder die Ironie? Düring: »Polen, das nach den Teilungen 130 Jahre fast gar nicht existierte, lebte in einer ganz anderen Kommunikations­situation als etwa Russland, das sich als Imperium verstand – und somit unterscheiden sich auch Mittel, Ziele und Strategien der Satire.« (ne)
Michael Düring, 44 Jahre. Seit Oktober 2006 Professor für Slavistische Kultur- und Literaturwissenschaft an der Christian-Albrechts-Universität. Geboren in Münster/ Westfalen. Studium der Englischen, Ostslavischen und Westslavischen Philologie an der Westfälischen- Wilhelms-Universität zu Münster, 1994 Promotion. Assistent/Oberassistent am Lehrstuhl für Slavische Literaturwissenschaft der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald, 2001 Habilitation. Lehrstuhlvertretung an der Universität Wien, Österreich.
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