Editorial
Liebe Leserin, lieber Leser,die Sektgläser sind gespült, die Feierreden verklungen. Nun kommt es darauf an, dass wir aus unserem großen Erfolg bei der Exzellenzinitiative etwas machen, schließlich haben wir einen weiteren Exzellenzcluster »Entzündung an Grenzflächen« sowie eine Graduiertenschule »Entwicklung menschlicher Gesellschaften in Landschaften« gewonnen. Beim Zuspruch des Clusters »Ozean der Zukunft« vor einem Jahr haben wir bereits erlebt, was das heißt: in kürzester Zeit Räume und Arbeitsmöglichkeiten für an die hundert neue Wissenschaftler und Bürokräfte schaffen, sie alle inhaltlich sowie persönlich in bereits vorhandene Strukturen einzubinden und die Kommunikation der Neuen untereinander fördern. Ein kleines Kunststück, das zu einem guten Teil von der Universitätsverwaltung zu leisten ist.
Unser Erfolg belegt, wie kräftig Wissenschaft und Verwaltung »mitziehen«. Jeder war an seinem Platz gefragt: Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mussten Themen entwickeln und formulieren, die in das gesamte Vorhaben hinpassten, in der Verwaltung mussten und müssen die Voraussetzungen geschaffen werden, um erfolgreich zu sein. Die Exzellenzinitiative hat uns dazu gebracht, uns zu vernetzen. Unsere Erfahrungen dabei sind positiv. Dies ist aus meiner Sicht der eigentliche Gewinn. Wir sind stolz darauf, wie engagiert in den Laboren, in den Bibliotheken und an den Schreibtischen an den Vorhaben gearbeitet wird. Viele von uns haben Spaß an der Zusammenarbeit über Fächergrenzen hinweg gefunden und sind bereit, neue Wege zu gehen, alte Denkmuster, vielleicht auch lieb gewonnene wissenschaftliche Methoden hinterfragen zu lassen. Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie mühsam es sein kann, zunächst eine gemeinsame Sprache zwischen Wissenschaftlern unterschiedlicher Disziplinen zu finden.
Dass unsere Exzellenzprojekte von der Basis aus entwickelt wurden und dort verankert sind, hat den Erfolg gebracht. Dies ist die Quelle der Exzellenz und wird die Voraussetzung für das Gelingen der Vorhaben sein. Für das Rektorat kommt es nun auch darauf an, die Strahlkraft in der Breite nutzbar zu machen, und zwar für die gesamte Universität.
Professor Dr. Thomas Bauer
Rektor
Zuständig für die Pflege dieser Seite:
Pressestelle der Universität,
presse@uv.uni-kiel.de





