Strahlenschutz für Raumfahrer
Seit dem 25. Februar erhalten Kieler Physiker kontinuierlich Daten von ihrem Messgerät an der Internationalen Raumstation. Es überwacht die Strahlenbelastung von Astronauten bei Außeneinsätzen.

Wie lange der Spaziergang im All dauern darf, hängt unter anderem von der Dosis kosmischer Strahlen ab, denen der Körper ausgesetzt ist. Foto: European Space Agency
Mit den Messdaten, die das Dosimetrie-Teleskop kontinuierlich von der ISS sendet, ermittelt Burmeister die Strahlendosis. Darauf aufbauend lässt sich abschätzen, wie lange die Weltraumspaziergänge sein dürfen. Dabei orientiert er sich an den auf der Erde gültigen Grenzwerten für die Strahlenbelastung. Burmeister: »Die Strahlendosis hängt auch vom Solarzyklus ab. Die Aktivität der Sonne schwankt in einem Zeitraum von etwa elf Jahren. Wenn die Sonne besonders aktiv ist, hat sie ein starkes Magnetfeld. Dieses schirmt die Strahlung ab, die von draußen, vom Universum, kommt. Zurzeit haben wir ein solares Minimum, die Strahlung von draußen ist relativ hoch. Es ist daher wichtig, dass man die Strahlendosis über eine lange Zeit untersucht.«
Der jetzige Weltraumeinsatz von Dostel ist übrigens nicht der erste. Das Grundprinzip der Strahlenmessung wurde bereits bei Shuttle-Flügen in den Jahren 1996 und 1997 verwendet. Eine erweitere Version mit zusätzlichen Detektoren war zusammen mit MATROSHKA, einer Puppe, am russischen Modul der ISS installiert. Entwickelt wurden alle Instrumente an der CAU in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) Köln. (ne)
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