Große Freiheit mit kleinen Mankos
Alles ist neu für die »Erstis« – und dieses Mal sogar noch ein bisschen neuer als sonst: Denn das Bachelor-System feierte seinen Einstand an der CAU. Eine erste Bilanz aus Anfängersicht.
Frederike Meier (19) und Saskia Albarus (21) haben im vergangenen Wintersemester ihre Studien in den Fächerkombinationen Kunstgeschichte und Europäische Ethnologie sowie Skandinavistik und Klassische Archäologie begonnen und dabei ganz unterschiedliche Erfahrungen gemacht.
»Die Umstellung auf den Bachelor merkt man schon, und das nervt ziemlich«, berichtet Frederike Meier. »Niemand weiß, wo uns Fragen zu Lehrveranstaltungen oder zum Stundenplan beantwortet werden können, und im Fach Kunstgeschichte war zu Studienbeginn die Umstellung noch nicht mal abgeschlossen.«
Für gewisse anfängliche Verwirrungen an der Uni bringt Saskia Albarus jedoch Verständnis auf. Schließlich hätten auch die Angestellten mit der Reform der Studienordnung Neuland betreten und sich erst einmal zurechtfinden müssen. Allerdings habe sie sich als betroffene Studentin dabei teilweise fast wie »ein Versuchskaninchen« gefühlt, fügt die angehende Skandinavistin leicht missmutig hinzu.
Doch auch ohne das neue System schafft der Sprung ins Studium allerhand neue Eindrücke. Gerade wenn einem, wie Frederike Meier, noch die Oberstufenzeit mit den Erinnerungen an Hausaufgaben kontrollierende Lehrer und volle Stundenpläne in den Knochen sitzt. »Man hat viel weniger Stunden als in der Schule«, erzählt sie glücklich, »und das Arbeiten läuft mit viel mehr Eigenverantwortung ab. Man kann sich die Zeit einfach selbst einteilen.« Und auch Saskia Albarus gerät, vergleicht sie den Uni-Alltag mit ihrer Schulzeit, kurz ins Schwärmen: »Es gibt viele tolle Dozenten, die so anschaulich erzählen, dass man gar nicht so richtig mitbekommt, dass es oftmals nur Frontalunterricht ist.«
Kommilitonin Nina Ebsen, die ebenfalls gerade mit ihrem Lateinstudium begonnen hat, verspürt allerdings auch ein gewisses Defizit an Geborgenheit auf dem Campus: Bei den vielen Studenten sei alles viel unpersönlicher als früher in der Schule und man sehe die ersten vertrauten Gesichter aus gemeinsamen Kursen beim zweiten Mal oft gar nicht wieder.
Nicht in jeder Hinsicht haben sich die ersten Erwartungen erfüllt. Im Hinblick auf die Wahl ihrer Studienfächer geben beide sofort zu, eines ihrer Fächer nur gewählt zu haben, weil es einfach interessant klang. Während Frederike Meier jedoch, in ihrem ersten Eindruck bestätigt, bei der Volkskunde bleiben möchte, hat ihre Kommilitonin sich entschieden, von Archäologie zu Pädagogik zu wechseln und verrät schmunzelnd den Auslöser dafür: »Ich saß im Bus und es waren Kindergartenkinder mit drin, mein Herz ist aufgegangen, und ich konnte mich nicht an ihnen satt sehen.« Allerdings bereut sie nicht, zuerst eine andere Wahl getroffen zu haben: »Ich brauchte ein Zweitfach, das zulassungsfrei ist und mich interessiert. Ich hab’s einfach mal belegt, um zu schauen, was so passiert. Und jetzt habe ich ein Ergebnis und weiß, was ich will.«
Dass der Studienbeginn nicht nur ein Wechsel der Lehranstalt und der Inhalte ist, haben die beiden ebenfalls feststellen müssen. »Man zieht von zu Hause aus, das verändert eigentlich alles«, sind sie sich einig. »Ich bin ja jetzt richtig alleine und muss alles selbst regeln. Es geht vielleicht mal, dass ich Dinge mit meinen Eltern am Telefon bespreche, aber ansonsten bin ich auf mich selbst gestellt«, schildert Saskia Albarus den kleinen Preis der neuen Freiheit.
Dennoch. Trotz aller Startschwierigkeiten und Hürden auf dem Weg in die Selbstständigkeit haben die jungen Frauen ihr erstes Semester nun hinter sich und sehen dem Rest des Studiums an der CAU optimistisch entgegen. Man muss sich eben erstmal eingewöhnt haben. (sie)
Erst die Beratung – dann die Entscheidung
Mit viel Bauchgefühl ein Studienfach wählen – und dann stellt der Kopf nach wenigen Wochen oder Monaten fest, dass die getroffene Entscheidung doch nicht die richtige war. Dieses Phänomen beobachten die Mitarbeiter der Zentralen Studienberatung bei Erstsemestern immer wieder. Und sie weisen immer wieder darauf hin, dass der Einstieg in die akademische Ausbildung auch planvoller möglich ist.
Von Inhalten und Anforderungsprofilen einzelner Studiengänge bis zur späteren beruflichen Anwendung hält die Zentrale Studienberatung die ganze Palette an Informationen zu den an der Uni Kiel angebotenen Fächern vor. Vermittelt werden diese Informationen in Einzelberatungen und ebenso immer wieder in Schwerpunktveranstaltungen wie den Studien-Informations- Tagen, die regelmäßig für Abiturienten angeboten werden. Kompaktes Wissen rund ums Studium wird dabei quasi auf dem Tablett serviert.
Auch nachdem die Würfel für die Fächerwahl gefallen sind, überlässt die Uni ihre Anfänger nicht einfach ihrem Schicksal. Eine Broschüre listet von A wie Agrarökonomie bis U wie Universitätsbibliothek alphabetisch alle Institute und Einrichtungen auf, die zusätzlich Einführungsveranstaltungen für die Erstsemester anbieten. Wer diese in Anspruch nimmt, erhält jede Menge praxisnahe Tipps bis hin zur ganz konkreten Gestaltung des Stundenplans. (mag)
Zentrale Studienberatung: Persönliche Beratung, vielfältige Informationen zu Studium und Beruf. www.zsb.uni-kiel.de
Von Inhalten und Anforderungsprofilen einzelner Studiengänge bis zur späteren beruflichen Anwendung hält die Zentrale Studienberatung die ganze Palette an Informationen zu den an der Uni Kiel angebotenen Fächern vor. Vermittelt werden diese Informationen in Einzelberatungen und ebenso immer wieder in Schwerpunktveranstaltungen wie den Studien-Informations- Tagen, die regelmäßig für Abiturienten angeboten werden. Kompaktes Wissen rund ums Studium wird dabei quasi auf dem Tablett serviert.
Auch nachdem die Würfel für die Fächerwahl gefallen sind, überlässt die Uni ihre Anfänger nicht einfach ihrem Schicksal. Eine Broschüre listet von A wie Agrarökonomie bis U wie Universitätsbibliothek alphabetisch alle Institute und Einrichtungen auf, die zusätzlich Einführungsveranstaltungen für die Erstsemester anbieten. Wer diese in Anspruch nimmt, erhält jede Menge praxisnahe Tipps bis hin zur ganz konkreten Gestaltung des Stundenplans. (mag)
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