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Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Unizeit – Nachrichten aus der Universität Kiel

unizeit Nr. 49 vom 19.07.2008, Seite 4  voriger  Übersicht  weiter  REIHEN  SUCHE   Druckfassung

Begehrte Wirtschaftsinformatiker

Sie entwickeln Informationssysteme für betriebliche Aufgabenstellungen in Wirt­schaft und Verwaltung


Der Bachelorstudiengang Wirtschaftsinformatik ist noch jung an der Universität Kiel. Zum Wintersemester 2007/08 schrieben sich die ersten Bachelorstudierenden ein, noch im Aufbau befindet sich der Masterstudiengang. Der wird auf alle Fälle stark international ausgerichtet sein. Im Fokus steht dabei der Ostseeraum, geplant ist aber auch eine Zusammenarbeit mit Partnern in Österreich und mit renommierten Fakultäten in anderen deutschen Städten.

Doch was macht überhaupt ein Wirtschaftsinformatiker mit einer Ausbildung an der Technischen Technischen Fakultät? »In erster Linie angewandte Informatik«, antwortet Professor Andreas Speck, aus dessen Sicht Studienanfänger im Idealfall Interesse für Mathematik und Informatik mitbringen sollten, aber auch Aufgeschlossenheit für betriebswirtschaftliche Fragestellungen. Am allerwichtigsten aber ist für Speck die Motivation. Wer als noch so gewiefter Programmierkünstler ins Studium einsteigt, ist nach seiner Erfahrung nicht selten weniger erfolgreich als Studierende, die in dieser Hinsicht nicht so beschlagen sind, aber umso mehr Entschlossenheit mitbringen, die im Studium unterbreiteten Angebote zu vertiefen und sich in ein Problem zu stürzen, bis es gelöst ist.

Genau darum geht es später auch im beruflichen Alltag der Wirtschaftsinformatiker. Vom Studiengang Wirtschaftsingenieurswesen unterscheidet sich der Bachelor Wirtschaftsinformatik insofern, als das wichtigste qualitative Aufgabengebiet nicht die Elektrotechnik ist, sondern eben die Informatik. Es geht darum, konkrete betriebliche Abläufe so zu modellieren, dass daraus entsprechende Modelle und letztlich Computer-Programme abgeleitet werden können. Die eigentliche Programmierarbeit hingegen obliegt in der Praxis oftmals anderen Fachkräften.

Um die Anforderungen in den Betrieben zu verdeutlichen, hat der Studiengang hohen Praxisbezug. Dringend nahegelegt wird den Studierenden etwa ein so genanntes Sandwich-Praktikum. Dabei schnuppern sie beispielsweise im März für vier Wochen in einen Betrieb hinein, verschaffen sich erste Eindrücke von den Gegebenheiten und fachlichen Erfordernissen und studieren dann im Sommersemester weiter. In diesen 16 Wochen bieten sich ihnen jede Menge Gelegenheiten, Professoren und Dozenten gezielt auf mögliche Aufgaben im Praktikumsbetrieb hin zu löchern, in den sie in den darauffolgenden Semesterferien zurückkehren.

Ein guter Teil des Pensums in diesem Studiengang befasst sich zudem mit dem Thema Wirtschaft. Eindeutig im Mittelpunkt stehen dabei betriebswirtschaftliche Themen, denn mitentscheidend für die spätere Arbeit ist nach Überzeugung von Professor Bernhard Thalheim das Verständnis dafür, »wie die Betriebe ticken«.

Genauso kommt es aber auf eine umfassende Grundlagenausbildung in der Informatik an. Weil das neu erlernte Wissen bis zum nächsten Technologiefortschritt in diesem Bereich inzwischen eine Halbwertszeit von teilweise kaum mehr als einem halben Jahr aufweist, gibt es laut Thalheim zu solch einem soliden Fundament keine Alternative. Zusammen mit einem guten Gefühl für die Möglichkeiten der Technologie« sei das die wesentliche Voraussetzung für dauerhaften Erfolg.

Ganz allgemein bewegen sich nach Einschätzung von Thalheim die Wirtschaftsinformatiker jedenfalls nach wie vor auf einem äußerst zukunftsträchtigen Feld.

Weitere Informationen zum Studiengang Wirtschaftsinformatik erteilt Professor Andreas Speck (andreas.speck@email.uni-kiel.de).

Martin Geist

www.zsb.uni-kiel.de
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