Information zum Anfassen
Bei der Feier zum Tag der Deutschen Einheit in Hamburg präsentiert sich der Exzellenzcluster »Ozean der Zukunft« mit einem interaktiven Ausstellungsstück.

Infos vergrößern, Bilder drehen oder Texte verschieben: Das alles geschieht bei dieser interaktiven Oberfläche allein durch Bewegungen der Finger. Foto: Christian Engler
Bisher existiert der neuartige Multi-Touch- Screen in Tischform vor allem in den Köpfen der Entwickler. Das sind in erster Linie Christian Engler, Michel Magens und Professor Tom Duscher von der Muthesius-Kunsthochschule. Ein Prototyp existiert bereits. Jetzt geht es darum, das System zu vergrößern und mit fachlichem Inhalt zu füllen.
Das Besondere an dieser Technik ist der einfache Zugang. Auch ungeübte Nutzer können das System ohne weitere Hilfen sofort bedienen. »Das Ganze geschieht intuitiv, ohne Maus, Tastatur oder Druckknöpfe«, erklärt Michel Magens, der als Designer an den Entwicklungsarbeiten beteiligt ist. »Im Unterschied zu den bereits weit verbreiteten Touch-Screens können hier viele Personen gleichzeitig und gemeinsam die Inhalte erforschen «, ergänzt Christian Engler, der Programmierung und technische Entwicklung der Anlage vorantreibt.
Für die Forscher ist vor allem wichtig, dass sich mit der neuen Technik die Überschneidung der Themen besser darstellen lässt und damit auch der fächerübergreifende Aspekt der Arbeiten offenkundig wird. Gleichzeitig soll deutlich werden, wie dringlich die Probleme sind. »Wir wollen nicht nur bunte Bilder zeigen, es muss durch die Art der Darstellung auch gelingen, die Leute zu sensibilisieren«, wünscht sich Tom Duscher, der den Lehrstuhl für Digitale Medien leitet.
Außer Duscher sind von der Muthesius-Kunsthochschule noch Wissenschaftler aus den Bereichen Raumstrategie und Film im Exzellenzcluster »Ozean der Zukunft« vertreten. Ergebnis dieser Kooperation ist zum Beispiel die viel beachtete Ausstellung, die derzeit in Teilen auf dem Ausstellungsschiff Jenny und im neuen Internationalen Maritimen Museum in Hamburg zu sehen ist. »Die Zusammenarbeit mit einer Kunsthochschule ist in der Clusterlandschaft einmalig«, weiß Friederike Balzereit, die für das Bild des Clusters in der Öffentlichkeit zuständig ist.
Kerstin Nees
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