Forschung
Vom Labor ans Krankenbett
Mit 5,2 Millionen Euro hat das Bundesforschungsministerium den Weg für die dritte Phase zur Erstellung des Genomnetzes "Umweltbedingte Erkrankungen" frei gemacht. Projektleiter Professor Stefan Schreiber vom Institut für Klinische Molekularbiologie der Universität Kiel ist überzeugt davon, dass diese Millionen gut angelegt sind. Bereits seit 2004 laufen die Forschungsarbeiten zu dem Projekt, in das auch die Berliner Charité und etliche weitere renommierte Forschungseinrichtungen integriert sind.
Die Fortschritte sind bemerkenswert. Mit jeder Phase rücke man in der Genomforschung »näher an den Menschen«, betont Schreiber, nach dessen Angaben in diesem Netz bisher 30 Krankheitsgene entdeckt wurden. Die diagnostische Bedeutung dieser Gene erschließt sich offenbar mit zunehmender Deutlichkeit. Damit nähern sich die Wissenschaftler ihrem Ziel, mit ihrer Arbeit den Schritt vom Labor ans Krankenbett zu be schleunigen. Das Genomnetz "Umweltbedingte Erkrankungen" ist in seinem Stellenwert vergleichbar mit den Netzwerken in der deutschen Krebsforschung. Bereits im Zeitraum von 2004 bis Juni 2008 unterstützte das Bundesforschungsministerium den Standort Kiel für dieses Dauerprojekt mit mehr als 9,3 Millionen Euro.
Martin Geist
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