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Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Unizeit – Nachrichten aus der Universität Kiel

unizeit Nr. 51 vom 13.12.2008, Seite 1  Übersicht  Übersicht  weiter  REIHEN  SUCHE   Druckfassung

Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser,

wer unter Ihnen hat sich schon einmal Gedanken über die Architektur des Christian- Albrechts-Platzes gemacht? Wem ist aufgefallen, dass der Architekt des Audimax versucht hat, Teile der Berliner Philharmonie nachzuempfinden? Oder dass die Universitätskirche als Miniatur des Neubaus zur Berliner Gedächtniskirche durchgehen könnte? Ein Teil der Universitätsgebäude sind charakteristische architektonische Äußerungen der sechziger Jahre. Was auf unserem Campus die charakteristische Raumsprache dieser Zeit vermittelt, sollte gepflegt und erhalten werden. Dazu bedarf es einer Bestandsaufnahme, die jedes der infrage kommenden Gebäude umfasst: Wo gibt es hier erhaltenswerte Elemente? Die Fassade? Das Foyer? Ein Treppenhaus? Ein Innenraum? Eine derartige Aufnahme zu machen ist zeitaufwändig, und sie bedarf der permanenten Diskussion.

Was jedoch nicht passieren darf, ist ein pauschal agierender Denkmalschutz, der gleich hektarweise die Gebäude und das Gelände dem Stillstand preisgibt. Neu berufene Professoren brauchen schnell neue Labors. Marode Gebäude müssen unkompliziert und ohne monatelangen Verwaltungsaufwand saniert und wärmegedämmt werden können. Die Dynamik der Entwicklung, die diese Universität gegenwärtig durchmacht und die in ganz Deutschland mit Anerkennung registriert wird, darf nicht durch einen pauschalen Ensembleschutz des gesamten Campus' gefährdet werden.

Wir wünschen uns einen Dialog mit dem Landesdenkmalamt. Wir möchten die Qualität schützen, wo sie vorhanden ist, und dort verändern können, wo keine Verluste entstehen. Über eine gemeinsame Diskussion innerhalb und außerhalb der Universität werden wir das Bewusstsein für die Qualität der Architektur ungleich besser wecken können als durch einen Ensembleschutz, der zum Stillstand zwingt und Strukturveränderungen in der Wissenschaft nicht gerecht werden kann.

Professor Dr. Gerhard Fouquet
Universitätspräsident
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