Schnelle Chemiker
Mit fast zehn Semestern Dauer gehört das Chemiestudium zwar immer noch zu den längeren Studiengängen, aber verglichen mit anderen Hochschulen haben die Studierenden an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel das Diplom schneller in der Tasche. Das ist ein Ergebnis der 2008er Umfrage der Gesellschaft Deutscher Chemiker zu den Chemiestudiengängen in Deutschland. Von den Absolventen an der CAU im Jahr 2008 brauchte die Hälfte 9,6 Semester zum Diplom. Der Kieler Chemiker Professor Wolfgang Bensch führt das unter anderem auf das in Kiel etablierte Mentorenprogramm zurück. »Jeder Hochschullehrer betreut intensiv eine bestimmte Anzahl von Studierenden. Dadurch können studienzeitverlängernde Probleme zeitnah erkannt und behoben werden.«Den Dr. rer. nat. machten Kieler Chemiker im Median nach 16,8 Semestern, gerechnet vom Beginn des Studiums. Der Median gibt an, im wievielten Semester die Hälfte der Studierenden die Prüfung abgelegt haben. In der Statistik wurde dieser Wert zum Vergleich herangezogen, da der 50%-Wert aussagekräftiger ist als der Durchschnittswert. Denn einzelne Studenten, die sehr lange studieren, können die durchschnittliche Studiendauer deutlich erhöhen. Im bundesweiten Vergleich steht die CAU mit der Studiendauer zum Diplom übrigens an fünfter und mit der Dauer zur Promotion an dritter Stelle. Eine Promotion gehört nach wie vor zum Chemiestudium quasi dazu. 2008 schlossen 89 Prozent aller Diplom-Chemiker eine Promotion an, davon 71 Prozent an der gleichen Hochschule, 16 Prozent an einer anderen Hochschule und 2 Prozent in einem anderen Fachbereich. Acht Prozent stiegen direkt in das Berufsleben ein, und drei Prozent waren auf Stellensuche. Dem promovierten Chemiker stehen viele Wege offen. Neben der chemischen Industrie, wo 36 Prozent eine Arbeitsstelle fanden, bleiben auch viele als Postdoc in der Forschung (18%) oder gehen ins Ausland (20%). (ne)
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