Funktional und fortschrittlich
Gerundete Fassaden, verkleidet mit kupferfarbenen Blechen: Das künftige Zentrum für molekulare Biowissenschaften (ZMB) wird sich deutlich von den Nachbarbauten abheben – und das nicht nur von außen.

Foto: GMSH
Warum das notwendig ist, erklärt Professor Stefan Schreiber, Sprecher des Exzellenzclusters "Entzündung an Grenzflächen". »Im ZMB führen wir Wissenschaftler zusammen, die bisher verstreut auf dem Campus arbeiten.« Sie sollen hier nicht nur die besten Laborbedingungen vorfinden, um Proben effizient und unter stets gleichen Bedingungen zu untersuchen. »Sie sollen sich dabei auch begegnen, austauschen, voneinander lernen«, sagt Schreiber. Statt kleiner Büros, dunkler Flure und trennender Türen gibt es daher große Flächen von rund 180 Quadratmetern, mit Labortechnik auf dem neuesten Stand und "Meeting-Inseln". Per Beamer und Laptop tauschen sich hier die Forscher über ihre neuesten Ergebnisse aus. »Diese Räume lassen sich immer wieder neu anpassen, an neue Forschungszweige, an neue Geräte«, so Architekt Norbert Schachtner.
Für Henn Architekten sind Forschungsgebäude ein Planungsschwerpunkt. Erstmals ist das Architekturbüro dabei in Schleswig-Holstein tätig. »Mir war gar nicht bewusst, dass es hier eine so hohe Dichte an extrem kompetenten Wissenschaftlern gibt«, sagt Schachtner. Er lobt auch die Zusammenarbeit mit der Gebäudemanagement Schleswig-Holstein GmbH: »So eine Offenheit für das Experiment, so eine Leidenschaft für unser Projekt – das ist uns bei einer Uni selten passiert.«
Das Zentrum für molekulare Biowissenschaften ist für die Universität eben nicht irgendein Gebäude. Viele Institute aus Medizin und Naturwissenschaften werden seine Infrastruktur nutzen, die beiden Exzellenzcluster »Entzündungen an Grenzflächen« und "Ozean der Zukunft" ebenso wie die Graduiertenschule "Human Development in Landscapes". »Hier geschieht Hochleistungsforschung mit hoher Qualitätskontrolle«, so Professor Schreiber. »Alles am ZMB folgt der Funktionalität des Forschungsprozesses – dafür ist Architektur da.«
Eva-Maria Karpf
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