Suchen Sitemap Kontakt Impressum

Studierende | Studieninteressierte | Presse | Fördern
Schülerinnen, Schüler, Lehrkräfte | Alumni | Wirtschaft | Intranet

Zur Startseite

Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Unizeit – Nachrichten aus der Universität Kiel

unizeit Nr. 58 vom 13.02.2010, Seite 3  voriger  Übersicht  weiter  REIHEN  SUCHE   Druckfassung

Funktional und fortschrittlich

Gerundete Fassaden, verkleidet mit kupferfarbenen Blechen: Das künftige Zentrum für molekulare Biowissenschaften (ZMB) wird sich deutlich von den Nachbarbauten abheben – und das nicht nur von außen.


Am Ende der Leibnizstraße, zwischen Bioturm und Bota­nischem Garten, legte Staatssekretär Jost de Jager im September den Grundstein für das ZMB, im Herbst 2011 soll es fertig sein. Als Serviceeinrichtung insbesondere für den Schwerpunkt Angewandte Lebenswissenschaften und die beiden Exzellenzcluster enthält das Gebäude auf fünf Geschossen Labore und Konferenzräume. Mit dem Wort "Räume" muss man beim ZMB allerdings vorsichtig sein. »Um einen rechteckigen Kern mit Aufzügen und Sanitärzonen gruppieren sich wie bei einem Kleeblatt drei runde Bereiche, die flexibel eingerichtet werden können«, sagt Norbert Schachtner vom international tätigen Architekturbüro Henn Architekten mit Hauptsitz in München.

Warum das notwendig ist, erklärt Professor Stefan Schreiber, Sprecher des Exzellenzclusters "Entzündung an Grenzflächen". »Im ZMB führen wir Wissenschaftler zusammen, die bisher verstreut auf dem Campus arbeiten.« Sie sollen hier nicht nur die besten Laborbedingungen vorfinden, um Proben effizient und unter stets gleichen Bedingungen zu untersuchen. »Sie sollen sich dabei auch begegnen, austauschen, voneinander lernen«, sagt Schreiber. Statt kleiner Büros, dunkler Flure und trennender Türen gibt es daher große Flächen von rund 180 Quadratmetern, mit Labortechnik auf dem neuesten Stand und "Meeting-Inseln". Per Beamer und Laptop tauschen sich hier die Forscher über ihre neuesten Ergebnisse aus. »Diese Räume lassen sich immer wieder neu anpassen, an neue Forschungszweige, an neue Geräte«, so Architekt Norbert Schachtner.

Für Henn Architekten sind Forschungsgebäude ein Planungsschwerpunkt. Erstmals ist das Architektur­büro dabei in Schleswig-Holstein tätig. »Mir war gar nicht bewusst, dass es hier eine so hohe Dichte an extrem kompetenten Wissenschaftlern gibt«, sagt Schachtner. Er lobt auch die Zusammenarbeit mit der Gebäudemanagement Schleswig-Holstein GmbH: »So eine Offenheit für das Experiment, so eine Leidenschaft für unser Projekt – das ist uns bei einer Uni selten passiert.«

Das Zentrum für molekulare Biowissenschaften ist für die Universität eben nicht irgendein Gebäude. Viele Institute aus Medizin und Naturwissenschaften werden seine Infrastruktur nutzen, die beiden Exzellenzcluster »Entzündungen an Grenzflächen« und "Ozean der Zukunft" ebenso wie die Gradu­iertenschule "Human Development in Landscapes". »Hier geschieht Hochleistungsforschung mit hoher Qualitätskontrolle«, so Professor Schreiber. »Alles am ZMB folgt der Funktionalität des Forschungs­prozesses – dafür ist Architektur da.«

Eva-Maria Karpf
Zum Seitenanfang  voriger  Übersicht  weiter  REIHEN  SUCHE   Druckfassung



Zuständig für die Pflege dieser Seite: Pressestelle der Universität, presse@uv.uni-kiel.de