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Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Unizeit – Nachrichten aus der Universität Kiel

unizeit Nr. 59 vom 10.04.2010, Seite 3  voriger  Übersicht  weiter  REIHEN  SUCHE   Druckfassung

Mit Humboldt nach Kiel

Die kleinsten Bausteine der Natur haben Itziar Salaverria schon früh fasziniert. Momentan bereichert die junge Forscherin die Humangenetik in Kiel.


Die Humboldt-Stipendiatin Itziar Salaverria. Foto: pur.pur

Man muss sich schon ein wenig Zeit nehmen, um den Lebenslauf von Itziar Salaverria Frigola durchzulesen. Und noch viel länger dauert es mit der Liste ihrer Veröffent­lichungen. Mit gerade mal 29 Jahren hat sie eine stattliche Sammlung von Publikationen in wissenschaftlichen Magazi­nen und Fachbüchern rund um den Globus vorzuweisen.

Jetzt ist sie eine von rund 800 ausländischen Frauen und Männern, die jährlich mit einem Humboldt-Stipendium nach Deutschland kommen, um hierzulande zu forschen. In Bar­celona geboren, besuchte sie zunächst eine Jesuitenschule.

Schon sehr früh entwickelte sie ein Faible für Naturwissen­schaften und vor allem für die Mikrowelt kleiner Zellen. Also entschied sie sich für ein Biologiestudium. Ihr Hauptfach: Zellbiologie und Genetik. Sie erforschte die Grundlagen der Entstehung von Lymphdrüsenkrebs. Ihr akademischer Vater an der Universität Barcelona ist Professor Elias Campo, einer der führenden Lymphompathologen in Spanien. Er und der Kieler Professor Reiner Siebert vom Institut für Humangenetik kannten sich schon lange persönlich durch wissenschaftliche Tagungen und Kooperationen. Campo gab seiner Studentin auch den Tipp, nach Kiel zu gehen, das nach seinen Worten der beste Ort sei, um die Genetik der Lymphome zu studieren. Sie folgte dieser Empfehlung – wegen der langen Forschungstradition auf dem Gebiet der Lymphomforschung und insbesondere wegen der besonderen Expertise in der Erforschung der genetischen Grundlagen dieser Tumoren.

»In der Arbeitsgruppe von Professor Siebert versuche ich, die genetischen Veränderungen in den Tumorzellen der verschiedenen Arten von Lymphdrüsenkrebs bei Kindern zu beschreiben und mit denen in Lymphomen bei Erwachsenen zu vergleichen«, so Itziar Salaverria. »Wir wollen genetische Veränderungen identifizieren, die bösartige Krebszellen von normalen Körperzellen unterscheiden.« Das Ziel ihrer Forschung und gleichzeitig ein persönlicher Traum ist es, die Entstehung von Krebs zu verstehen und dazu beizutragen, dass eines Tages jedem Patienten eine individuelle Therapie angeboten werden kann.

Noch bis Februar 2011 dauert ihr Stipendium in Kiel. Wie sie als sonnenverwöhnte Spanierin das Wetter hierzulande empfindet? Sie zögert kurz und sagt nur so viel: »Also, diesen Winter werde ich für immer in Erinnerung behalten«.

Michael Wieczorek
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