Unter einem Dach
Seit Ende November hat die Universität Kiel ein Graduiertenzentrum. Es ist ein wichtiger Baustein des Zukunftskonzeptes der CAU.

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Mit dem am 29. November gegründeten Graduiertenzentrum hat die Universität Kiel nun eine Einrichtung geschaffen, die allen Promotionsstudierenden Unterstützung bietet. Wie die Exzellenzcluster und die Graduiertenschule ist auch das Graduiertenzentrum ein wichtiger Baustein des Zukunftskonzepts, mit dem sich die CAU in der Exzellenzinitiative von Bund und Deutscher Forschungsgemeinschaft (DFG) bewirbt. Beratungsangebote und Kurse sollen künftig allen Promotionsstudierenden offen stehen.
Ben Krause-Kyora gehört zur Graduiertenschule und profitiert laut eigener Aussage sehr davon. »Das bisherige Angebot der CAU für alle Promovierenden finde ich zwar umfangreich und vielseitig, aber auch schwer überschaubar. Das Graduiertenzentrum könnte ein Forum werden, das diese Informationen gebündelt verfügbar macht und außerdem als starker Fürsprecher aller Promotionsstudierenden auf den Plan tritt – denn der fehlt bisher«, findet der Doktorand, der alte DNA am Institut für Rechtsmedizin erforscht.
Zusammen mit den Fakultäten und den bereits bestehenden Promotionsprogrammen soll das Graduiertenzentrum die Rahmenbedingungen für den wissenschaftlichen Nachwuchs weiter ausbauen. Dazu gehört auch die Vorbereitung auf die Zeit nach der Doktorarbeit, etwa mit Seminaren zur Karriereplanung. Das Team des Graduiertenzentrums wird zudem Promotionsstipendien verwalten und internationale Kontakte fördern.
Jirka Niklas Menke
Warum braucht Kiel ein Graduiertenzentrum?
Professor Matthias Leippe, Sprecher des Graduiertenkollegs im Sonderforschungsbereich 877:
»Junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zusammenzubringen, eröffnet zahlreiche Chancen und Möglichkeiten. Bisher können sie nur bei den Betreuern ihrer jeweiligen Fachdisziplin die Ursache für Erfolge oder Tiefpunkte im Forschungsalltag suchen. Durch den Austausch untereinander können sie sich gegenseitig bestärken, aber auch kritisieren – und ganz nebenbei ihr Wissen über andere Fachgebiete ausbauen.«
Dagmar Sachse, Wissenschaftsreferentin der Landeshauptstadt Kiel:
»Kiel hat sich nicht zuletzt durch den Erfolg der CAU in der Exzellenzinitiative in den vergangenen Jahren zu einem starken Wissenschaftsstandort entwickelt. Dazu gehört insbesondere auch die nachhaltige Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses, für die das neue Graduiertenzentrum sicher ein wichtiger Baustein wird.«
Dr. Dirk Claus, Geschäftsführer der Seehafen Kiel GmbH & Co. KG:
»Nur durch den wissenschaftlichen Austausch über Fächergrenzen hinweg können auch Ideen entstehen, die vom Mainstream abweichen. Für diesen Austausch ist das neue Graduiertenzentrum ein idealer Ort.«
Julia Reverey, Doktorandin an der Technischen Fakultät:
»Sicher wird mit dem neuen Graduiertenzentrum ein wichtiger Anlaufpunkt für die Promovierenden entstehen. Ich freue mich besonders auf gemeinsame Kurse mit anderen Doktorandinnen und Doktoranden, etwa zur Didaktik und zum wissenschaftlichen Arbeiten.«
Josef Wiesehöfer, Professor für Alte Geschichte:
»Das neue Zentrum bietet Graduierten aus den Geisteswissenschaften bessere Möglichkeiten sich zu vernetzen, zum Beispiel auch mit Doktoranden und Betreuern aus anderen Fächern. Dies und die zahlreichen Qualifizierungs- und Beratungsangebote werden helfen, zügige und optimal betreute Promotionen zu gewährleisten. Das Graduiertenzentrum wird vermutlich auch die Identifikation der Promovierenden mit der CAU stärken. Es sollte allerdings immer auch genügend Spielraum und Zeit für konzentrierte Einzelforschung gewähren.«
Dr. Frank Pitzer, Deutsche Forschungsgemeinschaft, Bonn:
»Es freut mich zu sehen, dass die Arbeit in den von der DFG geförderten Graduiertenkollegs und -schulen so erfolgreich ist, dass die dort angestoßenen und erprobten Aktivitäten durch das Graduiertenzentrum nun auch allen Promovierenden an der Uni Kiel offen stehen. Damit nimmt die CAU ihre Verantwortung ernst, über Fächer- und Fakultätsgrenzen hinweg allen Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern breite Unterstützung für zielgerichtetes Promovieren zu bieten.«
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