Einwurf: Bewusst böllern
In der Silvesternacht schnellt der Schadstoffgehalt der Luft enorm in die Höhe. Personen mit chronischen Atemwegserkrankungen sollten sich das Feuerwerk daher lieber von drinnen anschauen, meint Dr. Christiane Aschmann vom Institut für Toxikologie und Pharmakologie für Naturwissenschaftler.
unizeit: Wenn in der Silvesternacht die Luft mit Rauch gesättigt ist, mag man kaum einatmen. Was genau verpestet die Luft?

Christiane Aschmann Foto: privat
Ist das gesundheitsschädlich?
Problematisch sind vor allem die Feinstäube, das sind die Schwebstoffe mit einem Durchmesser von weniger als zehn Mikrometer. Ihr Gehalt in der Atemluft steigt in Städten in der Silvesternacht kurzfristig auf Werte an, die um das Zehn- bis Hundertfache über dem Grenzwert liegen können. Besonders für Menschen mit chronischen Atemwegserkrankungen kann dies ein gesundheitliches Problem darstellen. Diesen Personen würde ich raten, nur von drinnen zuzuschauen. Die Feinstaubbelastung in Bodennähe ist übrigens dort am höchsten, wo viele Bodenknaller abgefeuert werden.
Worauf sollte man bei der Wahl der Feuerwerksartikel achten?
Ich empfehle, Feuerwerkskörper mit einer BAM-Nummer zu kaufen, da diese von der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) zugelassen und kontrolliert sind. In anderen Produkten, besonders bei illegaler Importware, muss unter anderem auch mit giftigeren Schwermetallzusätzen gerechnet werden. (ne)
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