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Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Unizeit – Nachrichten aus der Universität Kiel

unizeit Nr. 63 vom 11.12.2010, Seite 7  voriger  Übersicht  weiter  REIHEN  SUCHE   Druckfassung

Einwurf: Bewusst böllern

In der Silvesternacht schnellt der Schadstoffgehalt der Luft enorm in die Höhe. Personen mit chronischen Atemwegserkrankungen sollten sich das Feuerwerk daher lieber von drinnen anschauen, meint Dr. Christiane Aschmann vom Institut für Toxikologie und Pharmakologie für Naturwissenschaftler.


unizeit: Wenn in der Silvesternacht die Luft mit Rauch gesättigt ist, mag man kaum einatmen. Was genau verpestet die Luft?

Christiane Aschmann Foto: privat

Christiane Aschmann: Tatsächlich entsteht beim Abbrennen von Feuerwerkskörpern eine Vielzahl chemischer Verbindungen, die zu einem großen Teil an Partikel gebunden in die Luft gelangen. Neben einem Anstieg gasförmiger Schadstoffe wie Stickoxide, Kohlen­monoxid und Schwefeldioxid verzeichnen städtische Luftmessstationen in der Silvesternacht daher vor allem deutlich erhöhte Konzentrationen von Schwebstaub und Schwermetallen, die für die Farbeffekte verant­wortlich sind.

Ist das gesundheitsschädlich?
Problematisch sind vor allem die Feinstäube, das sind die Schwebstoffe mit einem Durchmesser von weniger als zehn Mikro­meter. Ihr Gehalt in der Atemluft steigt in Städten in der Silvesternacht kurzfristig auf Werte an, die um das Zehn- bis Hundertfache über dem Grenzwert liegen können. Besonders für Menschen mit chronischen Atemwegserkrankungen kann dies ein gesundheitliches Problem darstellen. Diesen Personen würde ich raten, nur von drinnen zuzuschauen. Die Feinstaubbelastung in Bodennähe ist übrigens dort am höchsten, wo viele Bodenknaller abgefeuert werden.

Worauf sollte man bei der Wahl der Feuerwerksartikel achten?
Ich empfehle, Feuerwerkskörper mit einer BAM-Nummer zu kaufen, da diese von der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) zugelassen und kontrolliert sind. In anderen Produkten, besonders bei illegaler Importware, muss unter anderem auch mit giftigeren Schwermetallzusätzen gerechnet werden. (ne)
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