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Nr. 66, 28.05.2011  voriger  Übersicht  weiter  REIHEN  SUCHE  Feedback 

Immer wieder vorn

Jan Hendrik Schmidt und Christian Hopf studieren erst im vierten Semester Jura und sind schon so etwas wie die deutschen Meister im Prozessieren.


Christian Hopf (rechts) und Jan Hendrik Schmidt bei der ersten Runde des Moot Court im Landgericht Kiel. Foto: Martin Geist © Uni Kiel

Die beiden jungen Männer dürfen damit als die aktuellsten Beispiele für die hohe Qualität der Ausbildung an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät an der Uni Kiel gelten. Immer wieder schaffen es deren Studierende bundesweit unter die Besten oder gar ganz nach vorn. Erst im Herbst 2010 hatten sechs Kieler Studierende im Deutschland-Finale der European Law Students Association (ELSA)vor dem Bundesfinanzhof in München den vierten Platz im Vergleich der besten Teams für steuerrechtliche Themen belegt.

Schmidt und Hopf traten jetzt bei dem Moot Court genannten Wettbewerb im Zivilrechtliche Herausforderung. »Man leckt schon ein bisschen Blut, wenn man erst mal angefangen hat und es gut läuft«, gibt Jan Hendrik Schmidt zu.

Und gut gelaufen ist es von Anfang an. Gleich beim mit 28 Teilnehmenden ungewöhnlich stark besetzten Lokalentscheid in Kiel setzten sie sich in fünf Runden souverän durch und wiederholten diesen Erfolg beim Regionalentscheid in Mannheim. Um das Vaterschaftsrecht bei künstlicher Befruchtung ging es zunächst in Kiel, danach musste sich das Duo mit einer Auseinandersetzung zwischen Wirtschaftsunternehmen um die Rechte an einem gemeinschaftlich entwickelten Prototypen befassen. Das Mietrecht und besonders die Frage des Mieterschutzes bei eigenmächtiger Wohnungsräumung seitens des Eigentümers lag den Kielern dann im Finale vor dem Bundesgerichtshof in Karlsruhe so gut, dass es zum Sieg reichte.

Wie es der Zufall wollte, wurde Hopf und Schmidt in allen drei Runden die Vertretung der jeweiligen Kläger zugelost. Doch entscheidend für den Erfolg war das nicht. »Man muss Spaß dran haben und ziemlich viel arbeiten«, sagt Christian Hopf, der ebenso wie sein Kommilitone überzeugt ist, dass solche Wettbewerbe einen großen Lerneffekt bedeuten. Sich ins juristische Denken hineinzuversetzen, das gelingt nach ihrer Überzeugung durch solch praxisnahe Rollenspiele besser als durch noch so viel Bücherlesen.

Außerdem, so glaubt Christian Hopf, wirkt ein Moot Court äußerst motivierend, wenn es um die eher drögen Seiten des Jurastudiums geht: »Man weiß dann, wofür man das Ganze tut.«

Martin Geist
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