Klimaschutz
Messungen im Moor
»In Schleswig-Holstein sind ungefähr 15 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche Moore«, sagt Professor Friedhelm Taube vom Institut für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung. Da Moorgebiete einen hohen Gehalt an organischer Substanz im Boden haben, besitzen sie ein hohes Potenzial für die Emission klimarelevanter Gase. Wie viel Kohlenstoffdioxid, Distickstoffmonoxid und Methan tatsächlich aus Moorflächen entweicht, soll das neue Forschungsprojekt »Moor-Klima-Milch« unter Leitung von Professor Taube an einem großen Moorgebiet in der Eider-Treene-Sorge-Niederung herausfinden. Mit verschiedenen Messmethoden wird Doktorand Torsten Biegemann sowohl landwirtschaftlich genutzte Flächen als auch aus der Landwirtschaft entkoppelte Naturschutzflächen untersuchen. Ziel ist herauszufinden, wie die Nutzung der Flächen (Weidehaltung, Grünland, Acker) und der Grundwasserstand die Treibhausgasemissionen beeinflusst.
Die Arbeit steht in engem Zusammenhang mit bereits bestehenden Messkampagnen an Standorten des östlichen Hügellandes, der Geest und der Marsch. Auf Grundlage der gewonnenen Ergebnisse sollen Empfehlungen abgeleitet werden, die eine klima und ressourcenschonendere Milcherzeugung auf Niedermoorstandorten ermöglichen.
Beteiligt an der Projektdurchführung sind neben der Arbeitsgruppe Grünland und Futterbau/Ökologischer Landbau auch das Institut für Pflanzenernährung und Bodenkunde mit der Abteilung Pflanzenernährung (Leitung: Professor Karl H. Mühling) sowie amerikanische Kollegen vom United States Department of Agriculture, State College, Pennsylvania und das Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume. Fördermittel kommen vom Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume SchleswigHolstein, von der Innovationsstiftung SchleswigHolstein und der Europäischen Union.
Kerstin Ness
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