ERASMUS fördert Reiselust

Jährlich nehmen etwa 300 CAU-Studierende an ERASMUS teil, der Trend geht mittelfristig nach oben. Zum Vergleich: Mitte der 1990er Jahre wagten sich gerade einmal 150 bis 180 junge Menschen von der Uni Kiel an eine ausländische Hochschule.
Zwar kann der akademische Nachwuchs bei ERASMUS unter immerhin 27 EU-Ländern und einigen angrenzenden Staaten wählen, in der Praxis zieht es aber viele in dieselbe Richtung. Spanien und Frankreich lockten vergangenes Jahr zusammen mehr als 100 Studierende an, Island und Irland jeweils nur eine oder einen.
Als problematisch betrachten Dr. Martina Schmode vom International Center und ihre für ERASMUS zuständige Kollegin Antje Volland den Umstand, dass das Verhältnis der ins Ausland wandernden zu den aus dem Ausland kommenden Studierenden bei etwa 4:1 liegt. Viel mehr wollen also hinaus in die Welt gehen, als aus der Welt nach Kiel kommen. Weil das EU-Programm auf Ausgeglichenheit ausgerichtet ist und bei dauerhaft so einseitigem Verhältnis die Gefahr besteht, dass reiselustige Deutsche keinen Platz mehr bekommen, will das International Center jetzt dafür sorgen, den Standort Kiel attraktiver zu machen. Nicht das unwichtigste Mittel sind mehr Lehrangebote in englischer Sprache. (mag)
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